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Aktiv werden und Mitmachen bei der IG Metall in Heidelberg

Die IG Metall in Heidelberg

Die IG Metall Heidelberg ist die regionale Vertretung der IG Metall Deutschland. In der IG Metall sind aktuell ca. 2,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Metallindustrie, des Metallhandwerks, der Informations- und Kommunikationsindustrie (ITK), der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie der Holz- und Kunststoffindustrie organisiert. Unsere Mitglieder sind Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte, Rentner und Rentnerinnen, Auszubildende und auch Arbeitslose. Eben alle aus der Arbeitswelt, die an der aktiven Gestaltung der Arbeitsbeziehung in Richtung eines demokratischen Miteinanders Interesse haben. Durch die MitarbeiterInnen der Heidelberger IG Metall-Verwaltungsstelle werden weit mehr als 30.000 Beschäftigte in über 100 Betrieben betreut.

Es handelt sich hierbei - neben den drei Großbetrieben SAP, Heidelberger Druck und ABB Stotz Kontakt ganz überwiegend um mittelständische und kleine Betriebe. Eine Sonderstellung aus gewerkschaftlicher Sicht nimmt dabei - neben der Heidelberger Druck AG als Teil der sog. Deutschland AG - die schnell wachsende Softwareschmiede SAP ein, weil es hier trotz der Firmengründung am 1.4.1972 erst am 21.6.2006 gelungen ist, einen Betriebsrat einzurichten (bundeseinheitlicher, zentraler Betriebsrat mit 37 BR-Mitglieder für ca. 11.000 AN). Auch die zum SAP-Konzern gehörende Service- und Beratertochter "SAP Deutschland AG & Co.KG" besitzt erst seit 1.12.2006 einen Betriebsrat, ebenfalls ein sog. UBR, d.h. unternehmenseinheitlich und zentral in Walldorf, (23 BR-Mitglieder für ca. 3.500 AN). Wegen dieser und anderer Besonderheiten, z.B. die fortgeschrittene Auflösung traditioneller Betriebsstrukturen und der hohe Grad der Virtualierung der Arbeitsbeziehungen, hat der SAP-Konzern Projektstatus bei der bundesweiten Betreuung durch die IG Metall.

Veränderungen in der ITK-Industrie

Die weltweiten Veränderungen in der ITK-Branche bedrohen Arbeitsplätze, indem zum Beispiel mit zunehmender Computerdurchdringung und Vernetzung die Entscheidungsstrukturen schneller, intransparenter und die von uns geschaffenen Gestaltungsmittel wirkungsloser werden. Dabei trifft es selbstverständlich auch hoch qualifizierte Beschäftigte. Ausgelöst werden diese Vorgänge nicht nur durch den Kauf oder Verkauf ganzer Unternehmen. Insourcing, Outsourcing oder "Off-shoring"-Verlagerungen bedrohen den internen und den globalen Arbeitsmarkt. Und diese Veränderungen können über Nacht kommen, für Gegenmaßnahmen ist es dann meist zu spät.

Wir wollen aktive Mitbestimmung in den Unternehmen. Wir verstehen darunter eine konsequente, d.h. den Interessen der ArbeitnehmerInnen verpflichtete Betriebsratsarbeit. Dazu ist es erfoderlich, dass die Belegschaft sich aktiv an der Wahl eines Betriebsrats beteiligt und dass der jeweils für vier Jahre gewählte Betriebsrat die ihm zur Verfügung stehenden Informationsmöglichkeiten und seine gesetzlichen Werkzeuge auch phantasievoll und mit der durch die gewerkschaftliche Kommunikation erweiterten Wissensbasis effektiv nutzt. Betriebsräte gestalten die Arbeit vor Ort - davon können die Beschäftigten und das Unternehmen gleichermaßen profitieren.

Was tut die Gewerkschaft für SAP?

Wir haben bei der ersten Betriebsratsgründung bei der SAP AG fast täglich mit Rat und Tat zur Seite gestanden, soweit man uns dazu befragt hat (Konzept: Hilfestellung für die SAPler, die sich für mehr Mitbestimmung und damit für die Installierung eines Betriebsrats eingesetzt haben). Als Hauptaufgabe einer Gewerkschaft sehen wir dabei, die innerbetrieblichen Akteure mit außerhalb der Betriebe vorhandenen Wissensträgern zu verbinden. Was den Aufbau einer betrieblichen Interessenvertretung "Betriebsrat" betrifft, hat die IG Metall in weit über 100-jähriger Erfahrung sehr viel betriebliches Wissen ansammeln können. Darüber sollte man auch im SAP-Konzern verfügen können und dies wird auch von der Liste "Pro Betriebsrat" bzw. "Pro Mitbestimmung" aktiv genutzt. Ein Betriebsrat sollte ja nicht nur das BetrVG und die Bestimmungen des Arbeitsrechts kennen. Gerade die sehr umfangreiche, aktuelle Rechtsprechung dazu und vor allem die Erfahrung aus der täglichen betrieblichen Arbeit in vergleichbaren Betrieben gilt es, mit in die SAP-Betriebsratsarbeit einzubeziehen. Das gelingt zusehends besser, ohne dass dabei die SAP-Kultur Schaden nimmt.

Herzlich willkommen SAP

Unter dieser Überschrift besteht seit 3. Februar 2006 dieses Internetangebot der IG Metall Heidelberg. Es wird zusammen mit SAP-MitarbeiterInnen in erster Linie für die Beschäftigten im SAP-Konzern erstellt, gibt aber auch der interessierten Presse sachkundige Auskunft über SAP-interne Vorgänge in Sachen "Mitbestimmung".

Mitglied werden bei der IG Metall

Ich werde Mitglied bei der IG Metall

Ganz besonders freuen wir uns über SAP-MitarbeiterInnen, die die o.g. Ziele durch eine aktive Mitgliedschaft in der IG Metall unterstützen. So können Sie Ihren Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitswelt wirkungsvoll erhöhen, auch über den SAP-Konzern hinaus.

Um Mitglied bei der IG Metall zu werden, brauchen Sie lediglich den unter "Beitrittserklärung" hinterlegten Aufnahmeantrag herunterladen. Die Erklärung können Sie dann ausgefüllt unmittelbar an die IG Metall Verwaltungsstelle in Heidelberg senden (die Adresse steht in der Fußzeile in der Beitrittserklärung).

Der Beitritt zur IG Metall geht allerdings auch online. Dann sollten Sie aber unbedingt die Verwaltungsstelle Heidelberg per E-Mail darüber informieren, sonst landet die Beitrittserklärung im Rechenzentrum Frankfurt und wird von dort automatisch der nächstliegenden Verwaltungsstelle im Bundesgebiet zugeordnet.

Auf eine gute Zusammenarbeit.

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