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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



SAP-Aufsichtsratswahl

Eine gesellschaftliche Herausforderung

13.02.2007 Die Rolle der Externen - Gewerkschafts-KandidatInnen für den SAP-Aufsichtsrat

Frage

Hallo,
zur bevorstehenden Aufsichtsratswahl: Eine Frage zu den Gewerkschafts-Kandidaten für den SAP-Aufsichtsrat:

Mir wurde erzählt, dass die CGM die einzige Gewerkschaft ist, die interne SAP-KollegInnen für die Besetzung der zwei Pflicht-Gewerkschaftsmitglieder im Aufsichtsrat vorschlägt und dass die DGB-Gewerkschaften und damit auch die IGM immer nur externe hierfür vorschlagen würden.

Stimmt das so und können Sie mir dazu was Näheres schreiben?

Antwort

Es ist tatsächlich so, dass die CGM bisher nur SAP-KollegInnen für die Besetzung der Gewerkschaftssitze im Aufsichtsrat vorgeschlagen hat. Das sind im 16-sitzigen SAP-Aufsichtsrat zurzeit Barbara Schennerlein (SAP LGD) und Gerhard Maier (SAP AG). Die SAP-Belegschaft hat also bisher auf externes Wissen völlig verzichtet.

Dem Aufsichtsrat obliegt die Kontrolle des Vorstandes, er hat also alle Geschäftsaktivitäten der SAP daraufhin zu überwachen, dass sie stets in Übereinstimmung mit geltenden Gesetzen, Vorschriften und Bestimmungen durchgeführt werden. Er hat damit eine gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Schon deshalb ist der Gesetzgeber davon ausgegangen, dass man in diesem Gremium dringend Sachverstand außerhalb der SAP benötigt.

Die Kapital-Seite hat damit offenbar kein Problem (ANHANG). Neben den Großaktionären Hasso Plattner und Klaus Tschira sitzen hochrangige Vertreter der Industrie, z.B. Daimler-Chrysler (Dieter Spöri - SPD-Mitglied und ehemaliger Stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg 1992), Pekka Ala-Pietilä, bis Januar 2006 Präsident von Nokia, ein Rechtsanwalt / Wirtschaftsprüfer, der Chef der Bahn (Hartmut Mehdorn - Ex-Chef der Heidelberger Druckmaschinen AG), der Vorstandsvorsitzende von IDS Scheer - August Scheer und das Vorstandsmitglied Erhard Schipporeit von E.ON im Aufsichtsrat.

Das Mitbestimmungsgesetz '76, dass ja von der Arbeitnehmerseite initiiert und von den DGB-Gewerkschaften wesentlich unterstützt wurde, will aber auch zusätzlich zu den 5+1 unternehmensinternen SAP-Arbeitnehmervertretern externen Sachverstand auf der Arbeitnehmerseite. Daher zwei Vertreter der im Betrieb vertretenden Gewerkschaften. Auch hier gilt: Die Mischung macht's.

Dem Geschäftsfeld der SAP angemessen haben wir diesmal zwei Gewerkschaftsmitglieder nominiert, die mit IT-Themen bestens vertraut sind. Wir konnten Prof. Dr. Peter Wedde, Lehrstuhl für Arbeitsrecht und Recht der Informationsgesellschaft, FH Frankfurt/M und Michael Schwemmle, Mitglied im Beirat "Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft" der Friedrich-Ebert-Stiftung und Geschäftsführer des Forschungsinstituts Input Consulting GmbH aus Stuttgart gewinnen. Ersterer ist ein anerkannter Arbeitsrechts- und Datenschutzexperte, letzterer ist u.a. ausgewiesener Experte zum Thema "off-shoring" und "Knowledge-Based Economy". Wir sind überzeugt, dass beide die nötige Kompetenz mitbringen. Weiterhin ist es, nicht zuletzt auch durch den Einsatz von ProBetriebsrat bzw. ProMitbestimmung gelungen, dass die beiden größten DGB-Gewerkschaften IG Metall und Ver.di sich auf eine Liste geeinigt haben.

Letzte Änderung: 12.10.2009


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