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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Konsortialvertrag aufgelöst

Was geschieht mit den Aktien?

03.09.2002 Wie Reuters mitteilt, wurde der Konsortialvertrag der drei SAP-Gründer Hopp, Tschira und Plattner aufgelöst

Der Konsortialvertrag hatte die drei SAP-Gründer bisher zu einheitlichem Abstimmungsverhalten auf Hauptversammlungen wie auch zu Beschränkungen beim Aktienverkauf verpflichtete.

Eine SAP Pressesprecherin erklärte dies mit "Anpassung an internationale Gepflogenheiten". Die Börse bewertete es mit einem 5%-igen Kursabfall. Die Unabhängigkeit des Unternehmens sei auch ohne eine solche Bindung gewährleistet, versicherten die Gründer. "Trotz der Auflösung des Konsortialvertrags besteht nicht die Absicht, die von den früheren Konsortialparteien gehaltenen Aktien wesentlich zu minimieren."

Der Stimmenanteil des Konsortiums, in dem die von den Gründern in Gesellschaften und Stiftungen gehaltenen Aktien im Wesentlichen gebündelt waren, hatte bis zu 30,17 Prozent betragen. Laut SAP entfallen nun auf Dietmar Hopp und seine Stiftung rund 10,5 Prozent der SAP-Stimmrechtsanteile. Hasso Plattner und seine Stiftung und Beteiligungsgesellschaft halten rund 11,8 Prozent. Auf Klaus Tschira und seine Stiftung und Beteiligungsgesellschaft entfallen rund 12,3 Prozent.

Nach Darstellung einer SAP-Sprecherin handelte es sich bei dem Vertrag lediglich um eine Formalität. Die Auflösung habe keine Auswirkungen auf andere Aktionäre. Die Gründer hätten den Vertrag in früheren Jahren geschlossen, um sicherzustellen, dass keine Entscheidungen zu Lasten der Gesellschaft getroffen würden. Da zwischen den Gründern genug Vertrauen herrsche, brauche man diese Formalität nicht mehr.

Es darf spekuliert werden, ob dies der Vorbote einer Veräußerungsaktion ist. Jedenfalls nützt es in der derzeitigen Lage dem Unternehmen nicht gerade.

Letzte Änderung: 30.09.2008


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