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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Siemens-Großauftrag, SAP-Aktie steigt

Die Deutschland AG hält zusammen

05.09.2002 Lissabon (dpa) - Ein Großauftrag des Elektronikkonzerns Siemens hat der Aktie von Europas größtem Softwarehaus SAP zeitweilig erheblichen Auftrieb gegeben. Plattner bricht Segeltörn ab

Der langjährige SAP-Kunde Siemens will im großen Stil auf die neue SAP-Software mySAP.com umsteigen. Das neue System soll nicht nur von den Mitarbeitern bei Siemens genutzt werden, sondern auch rund 30.000 Partnerunternehmen, Kunden und Lieferanten einbinden, teilte das Walldorfer Softwarehaus zur Eröffnung der SAP-Kundenmesse Sapphire in Lissabon mit. Gleichzeitig kündigten SAP und Hewlett-Packard (HP) eine Allianz an, um Lösungen für den Mittelstand und kleiner Unternehmen über HP zu vertreiben. An der Sapphire nehmen in diesem Jahr rund 6000 SAP-Kunden und Lieferanten aus dem SAP-Umfeld teil. Am Donnerstag wird SAP- Mitbegründer Hasso Plattner für eine Rede nach Lissabon kommen und dafür seine Teilnahme an dem Segelwettbewerb Maxi Yacht Rolex Cup vor Sardinien unterbrechen. Plattners Segelturn parallel zur wichtigsten europäischen SAP-Kundenveranstaltung hatte innerhalb des Softwarekonzerns bei einigen Mitarbeitern Unverständnis hervorgerufen, zumal Plattner zuvor betont hatte, wie ernst die Lage für die gesamte Software-Branche und die SAP AG sei.

Der Großauftrag des Siemens-Konzerns für die SAP löste unter Analysten unterschiedliche Reaktionen aus. Während einige Experten im Gespräch das Risiko einer weiteren Gewinnwarnung sinken sahen, hat SAP für andere Experten die Flaute am Software-Markt noch nicht hinter sich gebracht.

SAP-Chef Henning Kagermann sprach auf der Sapphire von unsicheren Konjunkturaussichten. "Das Wirtschaftsumfeld kann weniger denn je vorhergesagt werden", sagte der Ko-Vorstandsvorsitzende. Er warnte
die Unternehmen davor, in eine Falle übertriebener Sparbemühungen zu laufen. Auch wenn es sinnvoll sei, sich wieder auf konservative Geschäftspraktiken und Werte zu fokussieren, dürften jedoch sinnvolle
Investitionen nicht unnötig verzögert werden.

Die Entscheider sollten berücksichtigen, dass sich die informationszentrierte Wirtschaft trotz der Schwierigkeiten der Internet-Ökonomie durchgesetzt habe. Kagermann verglich die aktuelle Situation mit dem Beginn des Industriezeitalters, als neue Energie-Erzeugungsmethoden erste industrielle Produktionsabläufe ermöglichten. "Heute geht es um die Menschen im Unternehmen, um Produktions-Know-how und Patente sowie um Beziehungen zu den Kunden, die zusammen ein intelligenten Business ergeben."

Letzte Änderung: 24.09.2008


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