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Gleichstellungspolitik sieht anders aus

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26.09.2011 Nach immerhin fünf Monaten legte die Regierung eine Reaktion zum Sachverständigengutachten des ersten bundesweiten Gleichstellungsberichts auf den Tisch.

Im Grunde missachtet die Regierung die Arbeit der hochrangig besetzten Kommission mit den als wegweisend bezeichnenden Handlungsfeldern für eine Weiterentwicklung der Gleichstellungspolitik um zukünftige Maßnahmen besser lenken zu können.

Kurz zusammengefasst, fordert die Kommission:

1. Die Erarbeitung eines grundlegenden, gemeinsamen Leitbildes.

2. Den weiteren Ausbau der Kinderbetreuungsnetze.

3. Die Abschaffung der bisherigen Minijobs.

4. Die Einführung eines Mindestlohns.

5. Die Einführung einer Geschlechterquote für Aufsichtsräte und einer Mindestanteilsregelung für Frauen in Führungspositionen.

6. Einen Einsatz verschiedener Instrumente zum Abbau der ungleichen Bezahlung zwischen Männern und Frauen in Betrieben und Verwaltungen.

7. Eine Veränderung beim Ehegattensplitting hin zur Individualbesteuerung.

Der (Nicht-)Umgang der Regierung mit den konkreten Forderungen der Kommission zeigt eine Missachtung deren Arbeit auf. Stattdessen beschränkt sich die Bundesregierung auf die Beschwörung dessen, was bereits getan wird, verweist auf noch kommende Studien und deren Ergebnisse und leitet letztlich aus dem Gutachten die Legitimation ab, genauso weiterzumachen wie bisher.

Das Gutachten und der Bericht finden sich unter: www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung

PS: Der Gender Pay Gap ist in den vergangenen Jahren sogar noch größer geworden. Die neuen Zahlen zeigen deutlich, dass freiwillige Maßnahmen und Appelle nichts bringen. In den vergangenen fünf Jahren ist die Entgeltlücke noch einmal um 0,5 Prozent auf 23,2 Prozent gewachsen.

Letzte Änderung: 22.09.2011


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