Springe direkt zu: Seiteninhalt, Hauptmenü, Bereichsnavigation

IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Tantiemen in die eigene Tasche

Vorschaubild

03.10.2011 Veröffentlichungen in der Presse zeigen auf, dass die Vergütungen von Aufsichtsratsmitgliedern sehr lukrative Nebenjobs sind.

Zum Beispiel verdienen die Chefaufseher der DAX-Unternehmen im Jahr 2011 im Durchschnitt rund 300.000 Euro. Somit liegt die durchschnittliche Vergütung deutlich höher als das Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Seit Jahren steigen die Tantiemen für Aufsichtsratsmitglieder überdurchschnittlich an. Gründe sind zum Beispiel "gewachsene Komplexität der Aufgaben", "verschärfte Haftung", "steigende Internationalisierung der Unternehmen", "größere Dynamik der Märkte" und der hohe Arbeitsaufwand, wie der SAP-Aufsichtsratsvorsitzende und Kapitaleigner bei der letzten kräftigen Steigerung äußerte.

Im Gegensatz zu gewerkschaftlichen Aufsichtsratsmitgliedern, die mehr als 90% an die Hans-Böckler-Stiftung abgeben, behalten die SAP-Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter die lukrativen Nebeneinnahmen von mehr als 100.000 Euro als einfaches Aufsichtsmitglieder und mehr als 150.000 Euro als stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied zusätzlich in der eigenen Tasche. Demnach müssten die Arbeitstage mehr als 24 Stunden lang sein.

Auffällig sind dabei die Steigerungen unter dem Gesichtspunkt, dass die Beschäftigten im Unternehmen SAP in den letzten Jahren wesentlich geringere Gehaltserhöhungen bei höherer Leistung hinnehmen mussten. Und der Druck auf die Belegschaft nimmt unaufhörlich zu - wie auch die Burnout-Zahlen seit Jahren belegen.

"Gier ist kein Kriterium für Professionalität", meint Dietmar Hexel, DGB-Vorstand und Mitglied in der Corporate-Governance-Kommission für gute Unternehmensführung.

Siehe auch Bericht im Link.

Letzte Änderung: 29.09.2011


Adresse:

IG Metall Heidelberg | Friedrich-Ebert-Anlage 24 | D-69117 Heidelberg
Telefon: +49 (6221) 9824-0 | Telefax: +49 (6221) 9824-30 | | Web: www.heidelberg.igm.de

Service-Links: