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Deutschland schont Vermögende

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09.10.2011 Die Bundesrepublik besteuert große Vermögen schwächer als die meisten EU- und OECD-Länder. Dabei haben solche Steuern mehrere Vorzüge:

Sie können Staatseinahmen sichern und die wachsende Ungleichheit eindämmen - ohne das Wirtschaftswachstum zu hemmen.

Die Besteuerung von Vermögen ist in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland auf ein sehr niedriges Niveau gesunken. 1980 trugen Steuern auf das Vermögen 3,3 Prozent zu den gesamten Abgaben bei, 2008 nur noch 2,3 Prozent. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt reduzierte sich von 1,2 auf 0,9 Prozent. Seit der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre wird in der Bundesrepublik keine allgemeine Vermögensteuer mehr erhoben, außerdem sank das Grundsteuer-Aufkommen. Kapitalverkehr- und Gewerbekapitalsteuer wurden abgeschafft.

"Diese Entwicklung steht im Gegensatz zur alten EU und zur OECD insgesamt, wo die vermögensbezogenen Steuern langfristig an Bedeutung gewannen", schreibt Margit Schratzenstaller vom Wiener Wifo-Institut. 27 der 33 OECD-Staaten forderten inzwischen von ihren Vermögenden einen höheren Beitrag für das Gemeinwesen als Deutschland, berichtet Schratzenstaller. Die Finanzwissenschaftlerin hat für die Friedrich-Ebert-Stiftung Begründungen, Kritik und internationale Praxis der Vermögensteuern untersucht. Sie empfiehlt der Bundesrepublik "eine stärkere Ausschöpfung vermögensbezogener Steuern". Der Blick ins Ausland zeige, dass Steuern auf das Vermögen wie Grund- und Erbschaftsteuern "eine wichtige Rolle in einem zeitgemäßen Abgabensystem" spielen.

Mehr zum Thema im Link.

Letzte Änderung: 07.10.2011


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