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IG Metall @ SAP

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Terror für die Seele

'Tatort Betrieb' - Eine Aktion der IG Metall

03.11.2011 Bericht zur Konferenz "Höchste Zeit für Gesundheit - Auswirkungen von Leistungsbedingungen und Arbeitszeitsystemen auf die Beschäftigten"

Mit dem gestarteten neuen Tatort Betrieb unter dem Titel "Arbeiten ohne Ende - höchste Zeit für Gesundheit" reagiert die IG Metall auf den steigenden Leistungsdruck in den Betrieben und will das Fundament für einen neuen und sensiblen Umgang mit Arbeitszeit legen.

Dass die IG Metall und ihre gewerkschaftlich organisierten Betriebsratsmitglieder sich seit ihrer Gründung des SAP-Betriebsrats im Jahre 2006 sehr aktiv für Arbeits- und Gesundheitsschutz bei SAP einsetzen, wurde im Rahmen eines Forums aktiv diskutiert. Sie tauschten sich intensiv mit Betriebsratsmitgliedern anderer Unternehmen aus.

Der Vertreter der baden-württembergischen Ministerin für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Senioren Katrin Altpeter (SPD) forderte, dass in den Betrieben nicht "gegen die Gesundheit von Beschäftigten" gewirtschaftet werden darf.

Jörg Hofmann bemängelte besonders die (bezahlten und unbezahlten) Überstunden, die eine Missachtung und Wertschätzung der Menschen in den Unternehmen bewirken. "Für uns gilt der Grundsatz, dass geleistete Arbeitszeit vergütet werden muss. Aber in einem Drittel der Betriebe im Land müssen wir einen permanenten Verfall von geleisteter Arbeitszeit feststellen. Dem schauen wir nicht tatenlos zu. Mit dem neuen Tatort Betrieb wollen wir den Boden für neue und bessere Betriebsvereinbarungen bereiten, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und Arbeitszeitsysteme praktisch gestalten."

Nach der großen Finanz- und Wirtschaftskrise hat der Leistungsdruck in den Betrieben überproportional zugenommen. Die Klagen der Arbeitnehmer über entgrenzte Arbeitszeiten, verschlechterte Arbeitsbedingungen und mangelnden Gesundheitsschutz sind in den letzten Monaten lauter geworden. Bestätigt wird der Trend außerdem durch eine Betriebsrätebefragung der IG Metall in Baden-Württemberg, an der sich im Frühjahr über 900 Betriebsratsgremien beteiligt hatten.

Monika Lersmacher, IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg und zuständig für den Tatort Betrieb: "Der steigende Zeitdruck, das hohe Arbeitsvolumen und die damit verbundene fehlende Planbarkeit von Arbeitszeiten spiegeln sich auch in einer Zunahme von physischen und psychischen Erkrankungen wieder."

Einem Bericht zufolge von Beate Beermann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin befinden wir uns bei den realen Arbeitszeiten wie zum Anfang des letzten Jahrhunderts. Sie spricht von einer "motivierten Selbstgefährdung", verursacht durch flexible Arbeitszeiten und bemerkt, dass hohe Arbeitszeiten nachweislich einen sehr hohen Einfluss auf die gesundheitlichen Beschwerden haben.

Unten finden sich die Präsentationen der Referentinnen und Referenten.

Anhang:

Arbeitsbelastung kann zum Suizid führen

Arbeitsbelastung kann zum Suizid führen

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Letzte Änderung: 13.11.2017


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