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Lösung der Krise im Euroraum

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23.11.2011 Die Einführung von Eurobonds als auch das Engagement der Europäischen Zentralbank (EZB) beim Aufkauf von Staatsanleihen sind notwendige Ansätze zur Bewältigung der Vertrauenskrise im Euroraum.

Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Untersuchungen, die das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung in letzter Zeit vorgelegt hat.

"Die Krise ist nur mit Hilfe der EZB zu lösen. Wenn die Zentralbank explizit erklärt, dass sie bereit ist, notfalls auf dem Sekundärmarkt unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen, wäre das ein überwältigendes Signal gegen Hysterie und Spekulation auf den Anleihemärkten. Dazu braucht die EZB die entschiedene Rückendeckung aller Mitgliedsstaaten. Es ist wie bei der Abschreckung im kalten Krieg: Man muss zeigen, dass man über wirksame Waffen verfügt, um sie nie benutzen zu müssen", sagt Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK.

"Eurobonds würden die Position der EZB sinnvoll ergänzen. Deshalb ist es richtig, dass die Europäische Kommission das Thema wieder aufgegriffen hat. Jetzt nicht zu handeln, ist äußerst riskant. Mittlerweile hat das grassierende Misstrauen an den Finanzmärkten auf Frankreich übergegriffen. Es ist absehbar, dass Deutschland als nächster an der Reihe ist."

Mehr Informationen finden Sie in folgenden Untersuchungen des IMK:

Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der EZB möglich.

Ohne die Hilfe der Europäischen Zentralbank ist die Krise einzelner Euroländer nicht mehr zu bewältigen. Allein die EZB hat die Kapazitäten, um durch Aufkäufe von Staatsanleihen untragbare Zinsausschläge auf den Finanzmärkten zu verhindern. Die bisherigen Erfahrungen mit den Interventionen am Sekundärmarkt für Staatsanleihen zeigen, dass die EZB dabei keinen Inflationsdruck erzeugt hat.

Komplette Untersuchung: http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_67_2011.pdf

Eurobonds: Nur moderate Zinsaufschläge zu erwarten.

Eurobonds können einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der Schuldenkrise im Euroraum leisten, ohne dass die Zinsen für deutsche Staatskredite wesentlich steigen. Diesen Schluss lassen nach Analyse des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung die Erfahrungen mit bereits existierenden Formen von Eurobonds zu.

Risiken eines Schuldenschnitts in Griechenland kaum kalkulierbar - Niedrigzinsstrategie mittels Eurobonds bietet Alternative.

Die Risiken, die Griechenland und seinen Euro-Partnern bei einer Umschuldung drohen, bleiben unkalkulierbar. Keines der derzeit kursierenden Konzepte für einen Schuldenschnitt kann die drohenden Negativ-Wirkungen mit ausreichender Sicherheit abfangen. Darauf weist das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung hin. Eine auf Eurobonds gestützte Niedrigzinsstrategie eröffnet nach Analyse der Ökonomen einen risikoärmeren Weg zur Lösung der Euro-Krise.

Komplette Untersuchung: http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_63_2011.pdf

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

Letzte Änderung: 23.11.2011


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