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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Frauen. Macht. Weiter. (2)

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03.07.2012 Die ständig steigenden Zeitflexibilitäts- und Mobilitätserwartungen an die Beschäftigten sind der Hauptgrund dafür, dass der Anteil der Frauen im Management seit Jahren stagniert.

Dies geht aus einer Studie des Instituts für Sozialforschung in München hervor. Letzte Woche wurden bei der Tagung "Karrierechancen von Frauen erfolgreich gestalten" bei SAP im badischen Walldorf die Ergebnisse von Dr. Boes vorgestellt und mit dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied von IG Metall Christiane Benner sowie FirmenvertreterInnen von ITK-Unternehmen - wie über eine verpflichtende Quote und realistische Perspektiven - diskutiert.

Eine Befragung bei SAP im Rahmen des von der IG Metall durchgeführten und von der Bundesinitiative für Frauen in der Wirtschaft, dem Bundesarbeitsministerium sowie dem Europäischen Sozialfond geförderten Projekts "Arbeitsorientierte Innovationspolitik zur Sicherung und Förderung der Frauenbeschäftigung in industriellen Branchen" kommt zum gleichen Ergebnis. Einem Drittel der Befragten fällt es schwer, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Weitere 40 Prozent haben immer mal wieder Probleme damit.

Die meisten Frauen bei SAP wünschen sich daher eine familienfreundlichere Unternehmenskultur. Dazu zählen sie unter anderem:

- Anreize für Väter und Mütter, um die Arbeitszeit auf 80 Prozent reduzieren zu können
- Faire Teilzeitangebote ohne Abwertung, insbesondere auch Manager(innen)stellen in Teilzeit
- Bessere Weiterbildungsmöglichkeiten
- Mehr Untersützung bei der Kinderbetreuung

Auch sehen 44 Prozent der befragten Frauen die Geschlechter bei der Förderung von Fachkarrieren und Managementpositionen nicht gleichbehandelt. Der gleiche Prozentsatz an Frauen schätzt das Gehaltssystem bei SAP ebenfalls als ungerecht ein.

Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeberin und Betriebsrat erweist sich jedoch in der Vergangenheit besonders zu gesellschafts-politischen Themen als schwierig. Beispiele sind die Ausladung des Betriebsratsgremiums zur 40-Jahr-Feier des Unternehmens oder millionenschwere, soziale Projekte über ausgelagerte, gemeinnützige Organisationen, geschäftsführend sind "arbeitgeberfreundliche" Aufsichtsrats- und Betriebsratsmitglieder.

Quelle: IT Magazin, Heft Nr. 2/2012, Titel: Frauen im ITK-Sektor - Diversity: Chance oder Aushängeschild?

Letzte Änderung: 02.07.2012


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