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Frauen wollen Karriere!

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01.08.2012 Wenn die Unternehmen für die entsprechenden Bedingungen sorgen. Neueste Forschungsergebnisse des BMBF-Projekts "Frauen in Karriere" zeigen die schwierige Situation für Frauen im Job auf.

Über die Karrierechancen von Frauen in der Wirtschaft wird gegenwärtig intensiv diskutiert. Ob es aber wirklich zu nachhaltigen Veränderungen kommt, steht derzeit noch in den Sternen.

Skeptiker wenden oft ein, dass Frauen weniger karriereambitioniert seien als Männer. Dagegen zeigen die neuesten Forschungsergebnisse des BMBF-Projekts "Frauen in Karriere":

Frauen wollen Karriere machen - wenn die Unternehmen für die entsprechenden Bedingungen sorgen. Über geeignete Strategien haben sich 150 hochrangige VertreterInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft auf einer Konferenz am 29. Juni bei der SAP AG in Walldorf ausgetauscht.

Entgegen weit verbreiteten Annahmen wollen sich Frauen in einer Karriere ebenso
verwirklichen wie Männer. "Aber das Karrierewollen von Frauen bleibt oft verborgen, weil die Karrierewelt keine adäquaten Bedingungen für sie bereitstellt", so Anja Bultemeier, Wissenschaftlerin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg. Durch zunehmenden Druck aus Politik und Öffentlichkeit ist die Ausgangslage für Frauen in den Unternehmen jedoch gegenwärtig in Veränderung begriffen: Verkrustete Strukturen und Denkweisen brechen auf, was zu einer neuen Mobilisierung führt und das Karriereverhalten der Frauen verändert.

WissenschaftlerInnen des ISF München und der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen/Nürnberg haben die Karrierestrategien von Frauen und Männern vor dem
Hintergrund der Karrieresysteme in modernen Unternehmen untersucht. Sie greifen dabei auf umfangreiche empirische Erhebungen in der Elektroindustrie, der ITK-Industrie und der Bankenwirtschaft zurück. Ihre Forschungsergebnisse zeigen, dass aus dem Zusammentreffen der Veränderungen im öffentlichen Diskurs und der gegenwärtigen Umbruchprozesse in den Unternehmen ein historischer Möglichkeitsraum für die Verbesserung der Karrierechancen von Frauen entstanden ist. In seiner Diagnose stellte der Leiter des Projekts, PD Dr. Andreas Boes (Vorstand ISF München), darüber hinaus einen dringenden Handlungsbedarf in den Unternehmen fest: "Der Möglichkeitsraum ist kein Automatismus. Zentral ist, dass die Unternehmen jetzt die Chancen nutzen, um die Karrieremöglichkeiten von Frauen proaktiv und ganzheitlich zu gestalten." So greifen die aktuellen Diskussionen um die Einführung einer gesetzlichen Quote zu kurz. Entscheidend ist vielmehr die nachhaltige Veränderung der Karrieremechanismen in den Unternehmen.

Den Abschluss und gleichzeitig den Höhepunkt der Veranstaltung stellte eine
Podiumsdiskussion zum Thema "Frauen in Karriere - ein strategisches Thema für das Unternehmen der Zukunft" dar: Moderiert von Prof. Dr. Rainer Trinczek (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg) diskutierten hochrangige VertreterInnen von Vorreiterunternehmen, Mechthilde Maier (Leiterin Group Diversity Management des Konzerns Deutsche Telekom AG), Barbara Fischer (Head of Business Administration and Controlling, Siemens AG), Juanita Jordan (Personalleiterin, Bosch Engineering GmbH), Barbara Althoff-Simon (Executive Vice President, Corporate Officer, SAP AG) und Andrei Frömmer (Abteilungsleiter Führungskräfteentwicklung und -betreuung, Deutsche Postbank), mit PD Dr. Andreas Boes (Vorstand ISF München) und mit Christiane Benner (geschäftsführendes Vorstandsmitglied, IG Metall Vorstand).

Letzte Änderung: 31.07.2012


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