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Zuschüsse für Eltern

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10.08.2012 Da geht was! Siemens zahlt Beschäftigten mit Kindern Betreuungszuschüsse, wenn sie ihrem Betrieb als Arbeitskräfte erhalten bleiben. Davon profitieren sowohl der Konzern als auch tausende Eltern.

Samstags bis donnerstags gehört Mami ihm. Aber freitags gehört sie der Firma und der 16 Monate alte Leonard der Oma. "Ich will bei meinem Kind bleiben, so lange es so klein ist, aber auch nicht den Anschluss im Beruf verlieren", sagt Silke Dohrmann. Sie arbeitet in einer Software-Entwicklungs-Abteilung bei Siemens in Mannheim.

Vor Leonards Geburt sprach sie ihren Vorgesetzten darauf an, dass sie in der Elternzeit gern wieder einen Tag in der Woche arbeiten würde. Er sah darin kein Problem. Bald kann sie mit noch mehr Unterstützung rechnen: Wenn Leonard in die Krippe geht und sie wieder voll arbeitet, wird Siemens ihr einen Betreuungszuschuss zahlen.

Silke Dohrmann, Mutter eines Kleinkindes, arbeitet freitags in der Firma - um den Anschluss nicht zu verlieren. Seit vergangenem Jahr können Siemensianer mit Kindern einen steuerfreien monatlichen Zuschuss bis 100 Euro beantragen. Die Höhe hängt von den tatsächlichen Kosten ab. Auf das Geld haben alle arbeitenden Eltern Anspruch, die ihre Kinder in einer Krippe, Tagesstätte, einem Kindergarten oder von einer Tagesmutter betreuen lassen. Sie erhalten den Zuschuss am Ende des Geschäftsjahres als Einmalzahlung. Und zwar, bis die Kinder eingeschult werden, also bis zu sechs Jahre.

11000 Eltern haben allein im vergangenen Jahr davon profitiert. Das Geld erhalten auch Väter. Wie der Servicetechniker Kai Fahrtmann. "Der Kindergarten für meine beiden Kinder kostet fast 150 Euro im Monat. Die bekomme ich jetzt von Siemens. Das ist schon eine echte finanzielle Hilfe", freut er sich.

Seit diesem Jahr gibt es für Siemensianer zusätzlich zu dem 100-Euro-Zuschuss 500 Euro im Monat, wenn sie während der ersten 14 Lebensmonate ihres Kindes als Teilzeitbeschäftigte in den Betrieb zurückkehren; vorausgesetzt, ihnen entstehen Betreungskosten in dieser Höhe.

Ein ganzes Paket.

Der Konzern kümmert sich auch um Kitas. 800 betriebsnahe Plätze in öffentlichen Einrichtungen hat er mitfinanziert. Bis 2015 soll ihre Zahl auf 2000 steigen.

Für die Betriebsräte ist die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon lange ein Thema. Dazu haben sie auch schon Betriebsvereinbarungen abgeschlossen. Für sie gehören auch Qualifizierung von Frauen dazu und flexible, den jeweiligen Lebensphasen angepasste Arbeitszeiten.

Millionen lohnen.

Allein die 100-Euro-Zuschüsse fürs vergangene Jahr kosten den Konzern rund elf Millionen Euro. Warum tut Siemens das? "Wer sein Privatleben besser mit der Arbeit vereinbaren kann, ist ein zufriedenerer Mitarbeiter ", ist für die Mannheimer Betriebsratsvorsitzende Sabine Brummer eine Erklärung. Außerdem wolle das Unternehmen nicht, dass qualifizierte Beschäftigte, weil sie eine Familie gründen, durch lange Auszeiten den Anschluss verlieren oder gar ganz aussteigen. Denn dadurch geht wertvolles Know-how verloren. Wer Eltern unterstützt, sichert sich Fachkräfte.

"Im Wettbewerb um hochqualifizierte Beschäftigte ist Vereinbarkeit heute ein Kriterium, das zählt." Davon profitieren auch die Beschäftigten. "Viele von uns Frauen haben jahrelang in eine Ausbildung investiert", sagt Silke Dohrmann. "Davon wollen wir doch auch einen Nutzen haben."

Autorin: Sylvia Koppelberg

Letzte Änderung: 09.08.2012


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