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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Besondere Vorkommnisse IV

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17.08.2012 Seit der Gründung des ersten SAP-Betriebsrats im Jahr 2006 suchte der SAP-Aufsichtsratsvorsitzende einmal den Kontakt zu den Betriebsratsmitgliedeern in Deutschland. Es endete in einem "Wutbrief".

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Liebe Betriebsräte,

nun werden ja alle den Artikel in der Wirtschaftswoche gelesen haben.

Dass meine Äußerungen weitgehend tendenziell wiedergegeben wurden, verwundert mich nicht bei dem in Deutschland gepflegten Stil der Presse, oder besser, einigen Vertretern derselben. Einige wenige werden zu glaubwürdigen Zeugen der Geschichte gemacht, ohne jeglichen Hintergrundcheck der Informanten. Hatte die Wirtschaftswoche das Ziel, offen über Internas zu berichten, kann ich nur sagen: Ziel komplett verfehlt. Wollte sie nur zitierbare Negativinformationen, fand sie offenbar die richtigen Kollaborateure oder besser, diese fanden das Magazin. Den Schaden, den das Magazin für den Standort Deutschland und die hiesige Betriebsverfassung anrichtet, scheint ihm gänzlich egal zu sein. Die Presse ist frei und kann machen was sie will.

Ich bin auch frei und werde in der Zukunft keinen Termin mit dem Betriebsrat mehr wahrnehmen. Den Konsens, den wir bis gestern zwischen Aufsichtsrat, Vorstand, Mitarbeitern, Betriebsrat und Firmengründern hatten, bzw. den die überwiegende Zahl der Beteiligten hatte, haben einige ganz wenige mit den Füßen getreten. Was mag diese Menschen bewegen: Geltungssucht? Verpflichtung Dritten gegenüber?

Warum sind sie bei dieser Firma, warum gehen sie nicht zur Konkurrenz? Wie können sie ihren Mitarbeitern in die Augen schauen?

Ich weiß - sie fanden meine Aussagen so wichtig, dass sie glaubten, die ganze Welt müsse wissen, was falsch und was richtig läuft in der SAP. Interessanterweise wurden die positiven Bemerkungen über Shai und Peter bezüglich TREX und die Auswirkungen auf HANA weggelassen. Passte wohl nicht ins Konzept. Überhaupt, die Übereinstimmung von Mitbegründern und Belegschaft in den meisten Themen - kann es ja nicht geben. Oder die Aufforderung über unterschiedliche Ansichten der Mitarbeiter und des Betriebsrates, z.B. in Sachen Erfolgsfaktoren, mit dem Vorstand offen zu diskutieren.

Vertrauen ist eine ganz wichtige Voraussetzung für ein gutes Betriebsklima. Ich dachte, das Betriebsklima ist eine der wichtigsten Aufgaben des Betriebsrates. Die Kollegen, die ein vertrauliches Meeting eines Mitbegründers der SAP mit dem Betriebsrat mißbrauchen, werden sich wahrscheinlich nicht einmal schämen. Hoffentlich wissen die Wähler das nächste Mal besser Bescheid und treffen eine andere Wahl.

Liebe Betriebsräte, es tut mir leid für Euch, die dieses Treffen wollten und für gut befanden, aber wie ich schon sagte, nicht nur die Presse, auch ich bin frei in der Entscheidung, mit wem ich mich in Zukunft treffen werde.

Mit freundlichen Grüßen,
Hasso Plattner

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Aufsichtsratsvorsitzender SAP AG

Letzte Änderung: 13.08.2012


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