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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Besondere Vorkommnisse VIII

Equal Pay Day - Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen schließen

03.09.2012 Gleichberechtigung@SAP entwickelt sich eher 'schleppend' wie eine Befragung der IG Metall bei SAP Deutschland aufzeigt

Das in den letzten Jahr(zehnt)en gerade Managerpositionen meistens von Männern besetzt wurde, ist kein Geheimnis. Deshalb hat der SAP-Vorstand sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2017 mindestens 25% der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen.

Eine Studie der IG Metall ergab jedoch ernüchternde Ergebnisse:

- 51 % der befragten Männer und 40 % der befragten Frauen konnten in den letzten Jahren regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen. Je 20 % schätzen dies teils/teils ein.

- Der Aussage, dass alle Beschäftigten (TZ-Kräfte, Frauen, Eltern, ...) gleichermaßen in der Weiterbildung berücksichtigt werden, stimmen 10 % der befragten Männer und 27 % der befragten Frauen nicht zu.

- Keine Gleichbehandlung von Frauen und Männern bei der Förderung der Fachkarrieren bzw. Managementpositionen sehen 44 % der Frauen, 15 % der Frauen schätzen dies teilweise so ein. Bei den Männern wird dies deutlich weniger kritisch gesehen, nur 6 % der befragten Männer meinen, dass keine Gleichbehandlung stattfindet.

Und zum Themenbereich Entgelt und Arbeitszeit erhielten wir folgende Einschätzungen:

- 44 % der befragten Frauen und 21 % der Männer halten das Gehaltssystem nicht für gerecht. Noch mehr Beschäftigte, nämlich 66 % der befragten Frauen und 54 % der befragten Männer, halten das Gehaltssystem nicht für transparent bzw. nachvollziehbar.

- Die Erwartung, Mehrstunden zu arbeiten, erfahren 63 % der Befragten - auch hier äußern sich die Männer kritischer.

- 44 % der Befragten arbeiten häufig über 10 Stunden am Tag. Dies stellt klar einen Gesetzesverstoß dar.

Wenig Anreiz für eine "Karriere" bei SAP zeigen folgende Ergebnisse auf:

- 38 % der Befragten bemerken eindeutige Stresssymptome, bei weiteren 27 % kommt dies gelegentlich vor.

- Beruf und Privatleben ist für 32 % der Beschäftigten schwer vereinbar, für 40 % ist das teilweise so. Männer sehen hier etwas mehr Probleme als Frauen.

- In ärztlicher Behandlung aufgrund arbeitsbedingter Stresssymptome sind 18 % der Befragten. Weitere 8 % sind dies gelegentlich.

Die Erwartung, Mehrstunden zu arbeiten, erfahren 63 % der Befragten - auch hier äußern sich die Männer kritischer. Beruf und Privatleben ist für 32 % der Beschäftigten schwer vereinbar, für 40 % ist das teils/teils so. Die hohe Scheidungsrate ist eine Auswirkung. Für diese Studie interessierte sich SAP nicht. Das ist nicht Gold-verdächtig.

Beispielhaft für die mangelnde Umsetzung von Gleichberechtigung im Unternehmen ist die Nichtberücksichtigung von weiblichen Beschäftigten bei der Besetzung von mehreren Managerstellen in einem Bereich der Personalverwaltung. Gerade dort ist der Frauenanteil bei den Beschäftigten sehr hoch.

Der Heiratsmarkt zahlt sich für Frauen immer noch mehr aus als der Arbeitsmarkt."
Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlin

Letzte Änderung: 10.08.2012


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