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IG Metall @ SAP

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Faire Regeln für Crowdworking

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27.11.2012 Ein Interview von Christiane Benner, Vorstandsmitglied der IG Metall, im Magazin Mitbestimmung.

?Das Internet revolutioniert unsere Gesellschaft, wir wirkt sich das auf die Arbeitswelt aus?

Nehmen Sie das Beispiel Crowdsourcing. Es gibt tolle, innovative Initiativen, die Gelder für soziale Projekte sammeln oder Kunden in die Entwicklung von Produkten einbeziehen. Daneben gibt es aber auch rsikante Entwicklungen. Wenn etwa aus Crowdsourcing Outsourcing wird.

?Wie sieht das konkret aus?

Unternehmen schreiben Arbeitspakete auf Crowdworking-Plattformen aus, anstatt sie intern zu vergeben. Wenn dadurch keine Arbeitsplätze wegfallen und die Crowdworker diese Aufgaben zu fairen Bedingungen übernehmen, ist dagegen nichts einzuwenden. Wir bekommen aber immer wieder mit, dass etwa IT-Experten auf solchen Marktplätzen viel zu niedrige Stundensätze angeboten bekommen. Weitere Knackpunkte sind Gewährleistung und Urheberrechte. Erstere sollen Freelancer oft pauschal übernehmen, ihre Rechte aber gleichzeitig abtreten. Das ist nicht akzeptabel.

?Lässt sich dagegen etwas unternehmen?

Ja. Es geht um faire Standards für Crowdworking. Die müssen mit und von der Crowd entwickelt und dann gemeinsam durchgesetzt werden. Die Gewerkschaften haben in diesen Dingen viel Erfahrung und Know-how. Unternehmen könnten zum Beispiel darauf verpflichtet werden, Mindeststundensätze zu zahlen.

?Bietet die neue Technik nicht auch Chancen?

Schwarmintelligenz kann auch Themen voranbringen - wie den ökologischen Umbau. Ingenieuren wird dabei eine Schlüsselrolle zukommen. Wenn der Lebenszyklus eines Produktes bei der Entwicklung mitgedacht würde, wären die ökologischen Kosten viel geringer. Dafür müsste man auch das Wissen der Beschäftigten nutzen. Das fände ich spannend.

Letzte Änderung: 27.11.2012


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