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Pflegesensible Arbeitsbedingungen

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11.12.2012 Eine DGB-Broschüre gibt Rat für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen als Teil einer strukturierten, familienbewussten Personalpolitik.

Ob Berufstätige die Pflege von Angehörigen übernehmen (können), hängt stark von ihren Arbeitszeiten ab. Ein unspezifischer Ruf nach flexibler Zeiteinteilung sei jedoch zu wenig, so die Erkenntnis der Autoren von "Pflegesensible Arbeitszeiten".

Rahmenbedingungen seien notwendig, betonen die Forscher um Stefan Reuyß, damit Beschäftigte flexible Arbeitszeiten in Anspruch nehmen können. Ein Konzept, das die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ermöglichen soll, müsse drei Eckpunkte bündeln:

- Die Gestaltung der Arbeitszeit.
- Die Arbeitsorganisation im Unternehmen.
- Die Betriebskultur, das soziale Miteinander der Beschäftigten.

Das Ziel ist eine "Pflegevollzeit" mit leicht reduziertem Arbeitsumfang und flexible Teilzeit während akuter Betreuungsphasen. Das Thema Pflege soll zu einem neuen Leitbild bei der Arbeitsorganisation und in der Betriebskultur werden.

"Berufstätige, die Angehörige pflegen, brauchen daher betriebliche Unterstützung, um Beruf und Pflege zu vereinbaren. Denn Pflegende wollen ihre Tätigkeit nicht aufgeben. Viele sehen den Beruf als Ausgleich zur Pflegearbeit. Sie brauchen eine reale Chance, beides ohne Raubbau an ihrer Gesundheit unter einen Hut zu bringen", stellt Christina Stockfisch, Leiterin des DGB-Projekts "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten!", fest. "Dabei gilt: Passgenaue Einzelfalllösungen sind gut, sollten aber auf kollektiven Vereinbarungen fußen. Diese regeln, welche Maßnahmen pflegende Beschäftigte in Anspruch nehmen können und signalisieren, dass der Betrieb die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege verbindlich gestaltet."

(Pflegesensible Arbeitszeiten - Perspektiven der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, Stefan Reuyß u.a.)

Letzte Änderung: 10.12.2012


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