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Für IT'ler Burnout programmiert

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01.02.2013 Erschöpfungssymptome, Gesundheitsschäden und Leistungseinbußen: Die Räder in der IT-Branche haben sich schon immer um einiges schneller gedreht als in anderen Wirtschaftszweigen.

Doch das war offenbar noch steigerungsfähig: Mehr als drei Viertel der IT-Fachkräfte beklagen, dass ihre Arbeitsbelastung in den letzten Monaten erneut angestiegen ist.

Die Arbeitsbedingungen in der IT-Industrie galten lange Zeit als gut. Die Arbeit bietet vergleichsweise hohe Freiheitsgrade in der Umsetzung. Die überwiegend hoch qualifizierten Beschäftigten treiben relativ viel Sport und ernähren sich gut. Diese positive Grundsituation wurde in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr aufgezehrt.

Arbeitsverdichtung, weil Experten fehlen

Immer häufiger belegen Studienergebnisse, dass die Belastungssituation in der IT-Branche deutlich schlechter empfunden wird als in anderen Wirtschaftszweigen. Das zeigt auch eine Umfrage von "IT-Job Board.de" - einer führenden Online-Fachstellen-Börse in Deutschland, die vor allem ITK-Fachpersonal vermittelt. Schuld an der Arbeitssituation, so die Ansicht der 334 Befragten IT-Fachleute, ist vor allem der allgegenwärtige "Fachkräftemangel".

Doch während die Unternehmen das Fehlen der Fachkräfte beklagen, dürfen sich die Mitarbeiter und auch Selbstständige durchaus über einige positive Aspekte freuen: Knapp 30 Prozent der Befragten glauben, dass ihre Arbeitsplätze durch das geringe Fachkräfteangebot sicherer geworden sei.

Eine Idee, wie sich der Mangel an Spezialisten lösen lässt, haben die befragten Studienteilnehmer auch nicht. Die meisten (64 Prozent) plädieren dafür, einfach mehr Werbung für die entsprechenden Studiengänge und Ausbildungsberufe zu machen und auf mehr Nachwuchskräfte zu hoffen.

Für eine Erhöhung der Frauenquote sprechen sich nur 31 Prozent der Umfrageteilnehmer aus, die Anwerbung von IT-Spezialisten aus dem Ausland würden nur 19,2 Prozent der Befragten befürworten.

Zauberwort "Qualifizierung"

Die Fachkräftelücke der Branche ist zum Großteil aber auch hausgemacht. Wenn die Unternehmen mehr eigene Leute aus- und weiterbildeten, Berufsanfänger besser behandelten und älteren Fachkräften, Frauen sowie erwerbslosen IT-Spezialisten bessere berufliche Chancen einräumen würden, ließe sich das Problem kurzfristig beheben.

Kurz um: Keine Klagen, sondern Taten sind gefragt. Eine gute Aus- und Weiterbildung in den Unternehmen bildet ein solides Fundament. Das gilt auch für die IT-Branche.

Letzte Änderung: 01.02.2013


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