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Anti-Stress-Verordnung

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17.02.2013 Ausufernde Arbeitszeiten, unsichere Jobs, steigender Leistungsdruck und schlechtes Betriebsklima ist für viele Beschäftigte leidvoller Arbeitsalltag.

Arbeits- und Zeitdruck sind allgegenwärtig und machen Beschäftigte psychisch krank.

Deshalb macht sich die IG Metall stark für eine Anti-Stress-Verordnung.

Lustlos, leer, ständig müde und depressiv: Der Wille, zu arbeiten, ist vielleicht noch da, doch Körper und Geist versagen ihre Dienste. Immer mehr Menschen erwischt es. Gefangen im Hamsterrad droht der Arbeitsstress sie völlig in Besitz zu nehmen. Und irgendwann landen Betroffene an dem Punkt, wo nichts mehr geht, der Akku leer ist und sie total erschöpft und ausgebrannt sind.

Die Zeit drängt

Ausufernde Arbeitszeiten, unsichere Jobs, steigender Leistungsdruck und schlechtes Betriebsklima ist für viele Beschäftigte leidvoller Arbeitsalltag. Die Konsequenz: Psychische Belastungen und Erkrankungen haben in den Betrieben besorgniserregend zugenommen. Die negativen Folgen sind weitreichend: Sie verschlechtern nicht nur die Lebensqualität der Beschäftigten, sondern sind für Unternehmen und Sozialkassen langfristig teuer.

Die Zeit drängt, gegenzusteuern. Das hat auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen erkannt und Burnout den Kampf angesagt. Sie lobt freiwillige Betriebsvereinbarungen wie etwa zum Abschalten von Handys außerhalb der Arbeitszeit. Doch offenbar will die Arbeitsministerin es nur bei Appellen und Verweisen auf das Arbeitsschutzgesetz belassen. Das reicht aber nicht.

Es fehlen verbindliche und handhabbare Vorschriften

Deshalb ergreift die IG Metall die Initiative und hat eine "Anti-Stress-Verordnung" entworfen. Sie soll Arbeitnehmer vor Stress und negativen Folgen psychischer Belastungen bei der Arbeit schützen. Denn: "Es fehlt nicht an Absichtserklärungen und allgemeinen Verweisen", ist Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, überzeugt. Was fehlt, sind verbindliche und vor allem handhabbare Vorschriften, "die psychische Belastungen mit anderen Gefährdungen in der Arbeitswelt durch Lärm, unzureichendes Licht oder Toxine gleichstellt", betont Urban.

Der IG Metall-Sozialexperte stellte am heutigen Mittwoch in Berlin den Entwurf einer solchen Verordnung vor und nannte ein konkretes Regelungsbeispiel: "Für Beschäftigte in Projektarbeit ist zu beurteilen, ob das Projektziel mit den vorhandenen Ressourcen ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu realisieren ist. Eine dauerhafte Erreichbarkeit durch Smartphones ist zu vermeiden. Umso wichtiger ist es, dass Beschäftigte über ein angemessenes Führungsverhalten in Kommunikations- und Entscheidungsprozessen einbezogen werden."

Anti-Stress-Verordnung kann helfen

Gute Arbeit braucht klare praktikable Regeln. Mit dem Entwurf für eine "Anti-Stress-Verordnung" will die IG Metall zeigen, dass sie möglich sind. Die IG Metall weiß aber auch: Eine Verordnung zu beschließen und auf Papier zu drucken reicht nicht aus. Sie muss auch gelebt und in der Praxis umgesetzt werden.

Einen Erfolg kann die IG Metall mit der Initiative nicht garantieren. Aber sich mit dem Status quo zu arrangieren und auf präventives Handeln zu verzichten, wäre verantwortungslos.

Letzte Änderung: 15.02.2013


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