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8.3.13: Internationaler Frauentag

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07.03.2013 Wenn der Balanceakt krank macht.

Doppelrolle "Frau"

Frauen in vielen Ländern der Erde arbeiten deutlich mehr als Männer - vorausgesetzt, man betrachtet nicht nur die bezahlte Arbeitszeit, sondern auch die unbezahlte. Die Hausarbeit, das Versorgen der Kinder und die Pflege der betagten Eltern. Die oftmals schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf belastet Frauen häufig auch gesundheitlich.

Das bisschen Haushalt? Von wegen! Laut einer Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verbringen Frauen jeden Tag im Durchschnitt doppelt so viel Zeit mit der Hausarbeit wie Männer. Der Studie zufolge kommen so täglich 8,13 Arbeitsstunden zusammen. Davon gut 3,5 Stunden für Arbeiten im Haushalt. Männer hingegen kommen im Schnitt täglich auf 7 Stunden und 52 Minuten Arbeitszeit davon 2 Stunden und 20 Minuten im Haushalt.

Frauen arbeiten länger

Während sich die Männer in Ländern wie Indien und Japan aus der Hausarbeit raus halten, engagieren sie sich in Dänemark und Schweden überdurchschnittlich im Haushalt. In Deutschland kommen Frauen auf täglich 7,5 Stunden Arbeitszeit, davon 4 Stunden und 29 Minuten unbezahlt im Haushalt. Männer arbeiten hierzulande 7 Stunden und 26 Minuten, davon 2 Stunden 44 Minuten im Haushalt.

Ursache für das unterschiedliche Pensum an Hausarbeit zwischen Männern und Frauen erklären sich die Wissenschaftler zum Teil dadurch, dass viele Frauen nach der Geburt eines Kindes ihren Job gar nicht mehr oder nur noch in Teilzeit ausüben. Teilzeit ist aber eine Beschäftigungsform, in der wenig Aussicht auf Karriere besteht, was Frauen in dieser Beziehung hinter den Männern zurückbleiben lässt. Familienbedingte Erwerbspausen, die überwiegend Frauen machen, bremsen die Karriere ebenfalls.

Wenn der Balanceakt krank macht

Der tägliche Balanceakt zwischen Familie, Haushalt und Beruf kann kippen. Dann ist die Grenze erreicht, an der Frauen nicht mehr weiter können. Sie werden krank. Im Vordergrund stehen dabei Erschöpfungssymptome bis zum Burn-out-Syndrom, kombiniert mit psychischen, psychosomatischen und psychovegetativen Beschwerden. Dazu zählen Schlafstörungen, Angst- und Essstörungen, Panikattacken, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, innere Unruhe und Gereiztheit.

Ebenso kann sich dauerhafte Niedergeschlagenheit und Energielosigkeit einstellen und das Gefühl, den Alltag nicht mehr zu schaffen. Unbeachtet und unbehandelt kann das zu einer manifesten Depression führen. Daneben treten auch orthopädische Erkrankungen wie muskuläre Verspannungen und Rückenschmerzen auf. Bei dauerbelasteten Frauen steigt außerdem die Infektanfälligkeit und bereits bestehende Erkrankungen wie Allergien, Neurodermitis oder Asthma können sich verschlimmern.

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"Der Heiratsmarkt zahlt sich für Frauen immer noch mehr aus als der Arbeitsmarkt."
Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlin

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Letzte Änderung: 07.03.2013


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