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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Nachgefragt

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19.09.2013 "Lean" ist in den Büros angekommen. Was passiert da eigentlich?

Kämpf: Wir erleben in den Büros zurzeit einen bemerkenswerten Umbruch in der Gestaltung der Arbeit. Standardisierung, Prozessorientierung und neue Kennzahlensysteme sind hier zentrale Stichworte. Mit Ansätzen wie "Shared Services" werden einzelne Bereiche - etwa die Buchhaltung oder die Reisekostenabrechnung (Anm.: Personalverwaltung, Einkauf, IT-Services, ...) standardisiert und teilweise ausgelagert, häufig sogar ins Ausland (Anm: z.B. Tschechien, Bulgarien, Russland, ...). Der aktuelle Trend gipfelt darin, Konzepte der Lean Production auf die Büroarbeit zu übertragen. Darin zeigt sich eine neue Qualität der Rationalisierung ...

Was folgt daraus für die Beschäftigten?

Kämpf: Mit Lean Administration, Lean Development, Lean IT usw. eröffnen sich die Unternehmen ein großes Potential, um die Wissens- und Kopfarbeit grundlegend zu verändern. Die Beschäftigten sind in der Folge mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert: Neue Prozesse bestimmen die Arbeit, Freiheitsgrade verschwinden, die Arbeit wird schneller getaktet. Nicht selten nehmen Zeit- und Leistungsdruck zu ...; das Betriebsklima wird kälter. "Hier geht es nicht mehr um Menschen", klagen viele Beschäftigte. Diese "Zeitenwende im Büro" bildet auch den Hintergrund für den enormen Anstieg von psychischen Erkrankungen und Burnout gerade auch unter Angestellten.

Quelle: Arbeit@Büro, Infodienst der IG Metall, Ausgabe 2/2013

Interview mit Tobias Kämpf, ISF München: "Es ist nötig, Lean Konzepte für das Büro nachhaltig zu gestalten. Daran sollten sich Beschäftigte beteiligen können."

Letzte Änderung: 18.09.2013


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