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Manager geht Familienplanung nichts an

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01.10.2013 Ein Arbeitgeber muss zahlen, weil er von seiner Mitarbeiterin tatsächlich wissen wollte, ob wegen ihrer bevorstehenden Heirat mit einer Schwangerschaft zu rechnen ist.

Das entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf (Urt. v. 04.09.2013 - 4 Sa 480/13).

Die Klägerin war für die Beklagte tätig und äußerte den Wunsch die Arbeitszeit auf 40 Stunden wöchentlich zu erhöhen. In einer E-Mail an die Klägerin im Oktober 2011 mit dem Betreff "Berufs- vs. Familienplanung" wurde sie gefragt, ob "eine Schwangerschaft 2012 möglich bzw. gewollt" sei oder ob die Klägerin dies für das "nächste Jahr ausschließen könne".

Die Beklagte schrieb ebenfalls im Oktober Standortleitungen mit 40 Wochenstunden aus, lehnte eine Erhöhung der Arbeitszeit jedoch ab, weil "wir in den kommenden zwölf Monaten mit einer Schwangerschaft bei Ihnen rechnen müssen (das zeige die Erfahrung)".

Zum Jahresende wurde das Arbeitsverhältnis von der Beklagten gekündigt. Die Klägerin verlangte Entschädigung und Schadensersatz wegen Geschlechterdiskriminierung in Höhe von 28.600 Euro. Die Richter sprachen der Klägerin eine Entschädigung zu, lehnten einen Schadensersatzanspruch jedoch ab.

Da offenkundig eine Diskriminierung wegen des Geschlechts vorliege, habe die Beklagte eine Entschädigung in Höhe von 10.833,78 Euro an die Klägerin zu zahlen. Der begehrte Schadensersatz für die nicht erfolgte Erhöhung der Arbeitszeit sei jedoch nicht zu zahlen.

Letzte Änderung: 27.09.2013


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