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Mehr Frauen in Aufsichtsräten

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28.11.2013 EU-Parlament mit großer Mehrheit beschlossen: Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 40 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments stimmten mit 459 Stimmen für, mit 148 Stimmen gegen den Vorschlag, 81 Abgeordnete enthielten sich. Das Parlament unterstützt mit seinem Beschluss den Vorschlag der EU-Kommission, der nunmehr von einem der beiden Gesetzgebungsorgane der Europäischen Union verabschiedet wurde.

Steigender Frauenanteil in Unternehmensvorständen
In den letzten drei Jahren hat sich der Anteil der Frauen in den Vorständen der europäischen Unternehmen dank der entschiedenen Maßnahmen der Kommission in diesem Bereich fortlaufend erhöht; er beträgt heute 16,6 %, gegenüber 15,8 % im Oktober 2012 .

"Die heutige Abstimmung im Europäischen Parlament ist ein historischer Moment für die Gleichstellung der Frauen und Männer in Europa", so Vizepräsidentin Viviane Reding, die für Justiz zuständige EU-Kommissarin.

Riss in der ""Gläsernen Decke" für den Aufstieg von Frauen
"Das von den EU-Bürgern direkt gewählte Europäische Parlament", so die EU-Kommissarin, "hat seinen Standpunkt deutlich zum Ausdruck gebracht: Europa braucht starke Vorschriften gegen das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern in den Leitungsgremien von Unternehmen."

Das Parlament habe "der gläsernen Decke, die kompetenten Frauen weiterhin Führungspositionen verwehrt, erste Risse zugefügt." Der Ministerrat, die zweite gesetzgebende Kammer der EU, solle sich nun der Herausforderung stellen und diesen Rechtsaktentwurf, der Kompetenz und Leistung in den Mittelpunkt stellt, rasch voranbringen.", forderte Viviane Reding.

Keine starre Quote, sondern faires Auswahlverfahren
Ausgehend von den Kernpunkten der Kommissionsvorschläge wurden bei der heutigen Abstimmung des Europäischen Parlaments die folgenden Aspekte als besonders wichtig hervorgehoben:

Das Parlament bestätigt den Ansatz der Kommission, den Fokus nicht so sehr auf die Einführung fester Einstellungsquoten, sondern auf ein transparentes und faires Auswahlverfahren zu legen ("Verfahrensquote").

Die Richtlinie soll nicht für kleine und mittlere Unternehmen gelten. Die Mitgliedstaaten werden aber aufgefordert, diese Unternehmen bei der Herbeiführung eines ausgewogenen Zahlenverhältnisses zwischen Frauen und Männern auf allen Verwaltungsebenen und in den Leitungsorganen zu unterstützen und entsprechende Anreize vorzusehen.

Abweichend vom ursprünglichen Vorschlag der Kommission wird es den Mitgliedstaaten nicht erlaubt sein, Unternehmen vom Geltungsbereich der Vorschrift auszunehmen, wenn das unterrepräsentierte Geschlecht weniger als 10 % der Beschäftigten ausmacht.

Das Parlament hat die Bestimmungen über Sanktionen verschärft: Dazu sollen der Ausschluss von Vertragsvergabeverfahren und ein teilweiser Ausschluss von Finanzierungen aus den Strukturfonds gehören.

Nächste Schritte: Abstimmung im Ministerrat

Der Vorschlag der Kommission muss, damit er in Kraft treten kann, vom Europäischen Parlament wie auch von den EU-Mitgliedstaaten im Rat (der mit qualifizierter Mehrheit abstimmt) verabschiedet werden. Der Ministerrat wird den Rechtsaktentwurf voraussichtlich auf seiner Tagung am 9. und 10. Dezember 2013 erörtern.

Quelle: EU-Kommission, Pressemitteilung vom 20.11.2013

Letzte Änderung: 27.11.2013


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