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SAP Kulturwandel (2)

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23.12.2013 "Es geht nur noch um's Geld"

Neiddebatte? Wenn die vorgegebenen Ziele zu 100% erfüllt werden, freuen wir uns auf den Bonus. Vorstandsetagen und Top-Management hingegen freuen sich bei demselben Erfolg in zwei Jahren bereits auf 100 Millionen on top. Kurzum für uns Angestellte reichen deutlich kleinere Brötchen, zum Abbezahlen von Immobilienkrediten, dem privaten PKW, Ausbildungsfinanzierung der Kinder, Pflege von Hobby, für Aufwendungen pflegebedürftiger Eltern, natürlich auch mit Wirkung auf die eigene Rente.

Immer mehr Kolleginnen und Kollegen bemerken - und es ist transparent - dass in Deutschland das Gehalt real kaum mehr steigt, bei immer höher gesteckten Zielen. Die Gehaltserhöhung wird voraussichtlich wieder mager, der variable Anteil wird bei Nichterreichung zu hoch gesteckter Ziele einfach gekappt, die Erfolgsbeteiligung entfällt, man munkelt der Firmenwagen wird bald teurer, am Reinigungspersonal wird gespart, an den Reisekosten, an dem Aufwand für das Kantinenessen und so weiter - und das bei Milliardengewinnen und Millionendividenden für die Kapitaleigner. Wo bleibt da die Fairness gegenüber den Beschäftigten? Da sonst niemand eingreift, einfach der weihnachtliche Wunsch, die Bitte um Mäßigung, Maß halten. Heißt es nicht "weniger ist mehr"?

SAPler leisten bekanntermaßen mehr als der Durchschnitt, ein Großteil, eben die Angestellten, werden jedoch seit längerem unter dem Durchschnitt bewertet und vergütet. Sind wir nicht noch kürzlich alle als Talente eingestuft worden? Warum sind dann einige um das 50-fache gleicher als gleich? Wozu werden sündhaft-teure Villen für's Top-Management gemietet? Man kann es drehen und wenden wie man will, es entsteht immer mehr der Eindruck, dass Kostensparmaßnahmen zu Lasten der Arbeitsbedingungen und unseres Einkommens stattfindet und sich jeder dem maßlosen Profitstreben unterzuordnen hat. Dies ist zudem gepaart mit einer Kultur von easy erwirtschafteten Erträgen aus Steueroasen oder Gewährung großzügiger Leistungszuzahlungen in Form von exklusiven Hotelaufenthalten und Firmenjets. Wohingegen es für uns nur noch heißt "immer weniger für Dich!" Sparen.

Die Stimmung am erfolgreichen Jahresende ist sehr ernüchternd wie die Mitarbeiterbefragung 2013 bereits gezeigt hat. Schade, dass keine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur gelebt wird. Und dann das noch: Habt ihr schon gehört, dass in den USA ein Projekt namens "Nachfolger von R/3" startet? Wer kann darüber berichten?

Vorschau: SAP Kulturwandel (3) - Hard Work No Happy

Letzte Änderung: 23.12.2013


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