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IG Metall @ SAP

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Die dunklen Schatten des Erfolgs (Ende)

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07.01.2014 "Kontrolle ist gut: Vertrauen wäre besser"

Bindung, Vertrauen und Loyalität gegenüber dem Unternehmen stehen dem Missbrauch und der Ausbeutung der Beschäftigten als Gegenkräfte gegenüber. Bei fehlendem Vertrauen wird als Ersatz eine Kultur der Kontrolle, Macht und Privilegien zelebriert. Kontrolle wird jedoch fehlende Solidarität und verringertes Vertrauen nicht wieder herstellen können.

Ein Dilemma bleibt immer bestehen: Während außerhalb Deutschlands "global" Prozesse ohne Mitbestimmungs- und -wirkungsrechte der Beschäftigten "ausgerollt" werden, erhöht sich der Druck auf die Betriebsratsgremien.

Wie meinte ein Kollege: "Die Daumenschrauben werden weiter angezogen." Die Grenzen der Belastbarkeit der Beschäftigten sind längst überschritten. Es zählt jedoch: exzessives Wachstum, permanenter, übertriebener Wandel, übermächtige, autoritäre Führung und egomanische Erfolgskultur.

Personal(entwicklungs)instrumente als Spukgestalten eines entfesselten Kapitalismus:

Aus den USA schwappen unendlich viele Ratgeber zur Selbstoptimierung und Selbstvermarktung, zur "persönlichen Performance", zu uns herüber - so auch zahlreiche, hoch bezahlte Berater ideologischer Prägung bei der Einführung der neuen HR-Software. Der arbeitende Mensch gilt als Model(l), als "Best-Practice", als "Homo oeconomicus" oder als "Show Case". Vordefinierte "Profile" mit den Kompetenzen und Verhaltensregeln mit zahlreichen Feldern der Verbesserungsmöglichkeiten seines Selbst als Arbeitskraft, als Funktion, als Ressource inklusive einer "Upgrade"-Funktion zum imaginären "Selbstunternehmer" oder "Alleinarbeitskraftunternehmer".

Diese modernen, subtil und hinterrücks Ausgebeuteten müssen permanent "upgraden", sich andauernd beweisen, um im betrieblichen Dauer-Wettbewerb bestehen zu können. Dazu wird ein Umfeld von Unsicherheit als Mittel zur Leistungserhöhung geschaffen und im betrieblichen Alltag permanente Flexibilität des Einzelnen gefordert.

Der schwarze Schatten folgt ...

Letzte Änderung: 05.01.2014


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