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Im Strudel der Deregulierung

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28.02.2014 Der Wandel vom Real- zum Finanzkapitalismus war kein Zufall. Er wurde befördert von einem Strudel aus immer neuer Deregulierung.

In kapitalistischen Marktwirtschaften sind unterschiedliche "Spielanordnungen" möglich, schreibt Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Die Phase vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1970er-Jahre bezeichnet er als "realkapitalistische Spielanordnung". Das Profitstreben der Unternehmer richtete sich fast ausschließlich auf die physische Welt, also auf Investitionen in Maschinen statt in Finanzderivate. Feste Wechselkurse, niedrige Realzinsen, stabile Rohstoffpreise und "schlummernde" Aktienmärkte bildeten die Rahmenbedingungen. Die Konsequenz waren, so Schulmeister, hohe Wachstumsraten und anhaltende Vollbeschäftigung. Dem realkapitalistischen Aufschwung folgte der finanzkapitalistische Abschwung mit instabilen Wechselkursen und Rohstoffpreisen, hohen Zinssätzen und boomenden Aktienmärkten. Wachstum und Beschäftigung gingen zurück, die Staatsverschuldung stieg, vorläufiger Höhepunkt: Die aktuelle europäische Beschäftigungs- und Staatsschuldenkrise.

Auf dem Weg zur aktuellen Krise erkennt Schulmeister eine Abfolge politischer Entscheidungen zum Abbau von Regulierungen zugunsten der Finanzwirtschaft. In der realen Wirtschaft entstanden dadurch Krisen - deren Lösung weitere Deregulierungen bringen sollten. Schulmeister nennt dies den "neoliberalen Wechselschritt".

Zentrale Stationen dieser Entwicklung werden in der Langfassung dieses Textes im Newsletter Böckler Impuls skizziert.

Letzte Änderung: 25.02.2014


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