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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



SAP lässt Verhandlungen platzen

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26.09.2014 Am Donnerstag, dem 25.09.2014 sind die Verhandlungen zum Interessenausgleich zur Betriebsänderung "Simplify & Optimize" gescheitert.

Dieses Programm soll SAP den Weg in die Welt der "Cloud"-Company bereiten, in der Geschäftssoftware nicht mehr wie bisher als Produkt verkauft wird, das dann der Kunde betreibt, sondern in der Software mehr und mehr zu einem integralen Bestandteil einer Dienstleistung wird.

Die Vorstellungen von Betriebsrat und der Unternehmensführung, wie die Beschäftigten auf dieser Reise mitgenommen werden sollten, lagen zu weit auseinander. Der Betriebsrat wollte betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen wissen und SAP dazu bewegen, jedem Betroffenen eine gleichwertige Stelle anzubieten. SAP wollte primär eine Liste von Mitarbeitern per Abfindungsangebot loswerden. Auch in Frankreich sind die Verhandlungen gescheitert. Die Gründe sind vergleichbar.
In der anschließenden internen HR-Mail hieß es, man werde nun "so schnell wie möglich vorgehen" und die Betroffenen "bei Neuorientierung und -platzierung innerhalb und außerhalb der SAP unterstützen".

Wir finden das indiskutabel und antiquiert. Ein Weltmarktführer in seinem Segment mit einer Marge von etwa 30% und einem absoluten Gewinn von etwa 6 Mrd. Euro scheint darauf fixiert, in das Ausscheiden seiner Mitarbeiter zu investieren, anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wieviel er in den Verbleib seiner Mitarbeiter investieren will. Aber SAP tut sich ja schon schwer, jedem Mitglied des Betriebsrats einen Kommentar für das Betriebsverfassungsgesetz bereitzustellen.

Transformation durch Personalaustausch. Zum Vergleich: SAP beabsichtigt, beim Concur-Angebot recht genau 1.5 Mio EUR für jeden einzelnen der 4200 Concur-Arbeitsplätze zu investieren. Wird dies zur Strategie, würde die Stärke des deutschen SAP-Standorts, eine erfahrene Belegschaft mit niedriger Fluktuation aufzuweisen, zu einer dramatischen Schwäche.

Die gute Nachricht: die Beschäftigten der SAP selbst haben es in der Hand, ihrer Stimme und ihren Interessen deutlich mehr Einfluss zu verschaffen. Ihre Israelischen Kollegen haben es vorgemacht. Die Erfahrung, von der Entlassung dutzender Kollegen aus dem Frühstücksfernsehen zu erfahren, hat schon über 40% überzeugt, der Gewerkschaft Histadrut beizutreten (wir berichteten).

Letzte Änderung: 26.09.2014


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