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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Teilzeitkräfte bei Prämien benachteiligt

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20.11.2014 In 2013 hat SAP ein neues Prämienprogramm zur Auszeichnung von Engagement aufgelegt - in der Realität fallen die Teilzeitkräfte hinten runter.

Etwa 30% der Belegschaft der SAP SE erhält seit 2013 einen sogenannten Spot-Award von im Mittel ca. 1900EUR pro Jahr - lt. Betriebsvereinbarung soll dieses Programm den Managern ermöglichen, "Mitarbeiter für außerordentliches Engagement und hervorragende Arbeitsergebnisse unterjährig gesondert zu honorieren".

Eine Analyse hat schon vor längerer Zeit gezeigt, dass in 2013 nur ca. 3% der Teilzeitkräfte bedacht wurden - eine massive, gesetzlich verbotene Benachteiligung! Das Bild in 2014 sieht nach drei Quartalen bisher unverändert aus.

Der Betriebsrat hat über seinen zuständigen Ausschuss die massive Benachteiligung festgestellt und die Arbeitgeberin aufgefordert, "den Anteil des Budgets für 2014 entsprechend der Anzahl in der Belegschaft vertretenen Teilzeitkräfte (16,67% laut Auswertung der Gehaltsrunde 2014) dediziert an diese zu vergeben, so dass am Ende des Jahres 2014 anteilig so viele Teilzeitkräfte Spot Awards bekommen wie Vollzeitkräfte."

SAP lehnt den Vorschlag, das Budget zu trennen, aus "grundsätzlichen Überlegungen" heraus ab. "Natürlich" sehe sie auch, dass "Teilzeitkräfte nach der statistischen Auswertung unterrepräsentiert sind". Das ließe aber "noch nicht den zwingenden Schluss zu, dass Teilzeitkräfte bei der Vergabe benachteiligt wurden". Der Grad der Beschäftigung sei ausdrücklich kein Kriterium der Vergabe des Sport Awards. Vielmehr sollen "ausschließlich Leistungsgesichtspunkte, nämlich außerordentliches Engagement und hervorragende Arbeitsergebnisse zu der Entscheidung des Managers führen, einen Spot Award zu vergeben."

Und so blieb es bisher bei einer schlichten Mail an die Manager, in der darauf hingewiesen wird, dass Teilzeitkräfte bisher signifikant weniger berücksichtigt wurden als Vollzeitkräfte und nicht-beabsichtigte Diskriminierung "unintentional discrimination") doch bitte vermieden werden soll.

Der Betriebsrat hat angekündigt, weitere Schritte zu prüfen.

Letzte Änderung: 20.11.2014


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