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Internationaler Frauentag

Frauentag

11.03.2015 Eine Veranstaltung des DGB Heidelberg Rhein-Neckar in der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg.

Den Auftakt machten die Musikerinnen: Blandine Bonjour und Francoise Saunier ("Les Francines") sangen das Lied von den Reisarbeiterinnen in der Poebene (La Lega) "Sebben che siamo donne/ paura non abbiamo...", ein Kampflied, das ihre durch kollektiven Zusammenschluss wachsende Kraft spüren lässt. Musik selbst ist ein Teil dieses Kraftzuwachses, bei wie vielen Arbeitskämpfen haben wir das schon erlebt! Deshalb haben diese Lieder ihren Platz an einem Tag wie diesem, an dem wir an Streiks erinnern, die von Frauen getragen waren. So auch "Brot und Rosen", das Lied, das uns an die beiden wichtigen Ziele dieser Kämpfe erinnert: die materielle Existenz zu wahren und zu verbessern und in Würde zu leben. Dazu gehört Gleichberechtigung in der Gesellschaft, Demokratie, Frieden und vieles mehr.

Dass die sozialistischen Frauen mit dem Internationalen Frauentag den Kampf für das Stimmrecht verbanden, darauf ging auch Walter Mühlhausen ein, Leiter der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, der als Hausherr die zahlreichen Gäste in der Gedenkstätte begrüßte.
Über die aktuellen Probleme der Gleichberechtigung sprach Bärbel Mauch, Leiterin der Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik des DGB Bezirks Baden-Württemberg. (Brigitte Unger-Soyka hatte krankheitshalber absagen müssen.)

Noch einiges fehle da im Land, womit die grün-rote Landesregierung Stimmen und Unterstützung von Frauen einst erhalten hatte. Bärbel Mauch sprach vom Tiefschlaf der Landesregierung, was diese Themen angeht. So wurde im Koalitionsvertrag versprochen, "Gleiche Chancen für Frauen" auf den Weg zu bringen. "In keinem anderen Bundesland sind die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern so groß wie in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit den Tarifpartnern wollen wir Wege finden, um die Lohndiskriminierung zu beseitigen und zu einer geschlechterunabhängigen Bewertung von Arbeitsplätzen zu kommen. Eine Grundlage dafür ist eine ausreichende geschlechterspezifische Datenerfassung." So steht es im Koalitionsvertrag, und es steht noch aus.
Kollegin Mauch zeigte, dass immer noch sehr viele Teilzeitarbeitende Frauen sind, die häufig gerne mehr arbeiten würden, denen aber nicht mehr Stunden angeboten werden.

Und sie wies auf die Unterrepräsentierung von Frauen im Landtag und in den Gemeinde- und Stadträten hin. Auch hier habe es keine unterstützenden Eingriffe von Seiten der Landesregierung gegeben.

In der Diskussion kam zum Thema der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen aus dem Publikum die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich, weil dies Geschlechtergerechtigkeit am ehesten ermöglicht: die gleichberechtigte Teilhabe der Frauen am Erwerbsleben, am politischen und kulturellen Leben, und die der Männer am Familienleben.

Die Chansons des Duos Les FRANCINEs thematisierten auf vergnüglich-freche Art die besonderen Beziehungen zwischen Mann und Frau, hinreißend gesungen und gespielt. Blandine Bonjour und Francoise Saunier begleiteten sich selbst mit Gitarre und Akkordeon. Gerne hätte das Publikum noch mehr davon gehört, der Beifall war groß. Aber das Programm sah noch einen Sektempfang mit Imbiss in der Backstube vor, und das gab Gelegenheit für viele Gespräche.
Ein gelungener 8. März, Danke an alle, die diese Veranstaltung ermöglicht haben!

Letzte Änderung: 17.03.2015


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