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SAP tut sich schwer mit Managerkursen

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15.10.2015 Das Thema "gesundheitsförderliche Führung" sollte bei SAP Pflichtbestandteil des Curriculum für Führungskräfte auf allen Ebenen werden.

Dem hatte der hochrangig besetzte Lenkungsausschuss Gefährdungsbeurteilung (u.a. Vorstand der SAP SE plus Betriebsratsvorsitzende) im April 2015 zugestimmt.

Gleichzeitig renoviert SAP ihr Schulungsangebot für Führungskräfte unter Federführung des amerikanischen Teils des Personalmanagements und will nun erstmals auf breiter Basis verpflichtende Kurse für ihre Führungskräfte einführen. Es hätte kaum besser passen können - wenn denn alle an einem Strang ziehen würden....

Tatsächlich wurde die vom Lenkungsausschuss eingesetzte paritätische Arbeitsgruppe zur psychischen Gefährdungsbeurteilung von der Fachabteilung zu den Lerninhalten von Anfang an kaum informiert und ihre Vorschläge völlig ignoriert. Der Betriebsrat wies die Arbeitgeberin frühzeitig schriftlich auf das Risiko hin, dass als Konsequenz die Schulungen nicht genehmigt würden.

Erst etwa drei Monate später(!) stellte die Fachabteilung ihr Schulungskonzept dann der Arbeitsgruppe vor: ein Simulationsspiel zum Punkte sammeln in vier Dimensionen mit diversen eingestreuten Themenblöcken. Die paritätische Arbeitsgruppe machte u.a. den Vorschlag, das Thema der gesundheitsförderlichen Führung über eine Erweiterung der Metrik mit der Dimension "Nachhaltigkeit" strukturell zu verankern.

Wiederum fünf Wochen später und nur auf Aufforderung erhielt die Arbeitsgruppe dann die eher lapidar gefasste Antwort, dass man das Simulationsspiel zum jetzigen Zeitpunkt so belassen müsse, ohne weitere Begründung. Stattdessen wolle man sicherstellen, die Werte der SAP implizit zu transportieren (was mit dem Vorschlag der Arbeitsgruppe nichts zu tun hatte).

Der Betriebsrat forderte daraufhin die Arbeitgeberin auf, die Beschlüsse des Lenkungskreises "Gefährdungsbeurteilung" in den geplanten Schulungen umzusetzen. Die Schulungsabteilung hatte derweil schon 3 internationale Pilotworkshops abgehalten und auch die für Deutschland vorgesehenen Trainer geschult.

Alles in allem fällt es schwer, der Versicherung der Arbeitgeberin, dass mit Hochdruck daran gearbeitet werde, die Verbesserungswünsche der Arbeitsgruppe und des Betriebsrates in die Führungskräfteschulung einzubauen, zu glauben.

Stattdessen stellt sich der Eindruck ein, dass eine aus den Ergebnissen der psychischen Gefährdungsbeurteilung abgeleitete effektive Maßnahme zur Gefährdungsreduzierung systematisch unterlaufen wird. Das ist inakzeptabel.

Letzte Änderung: 15.10.2015


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