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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Arbeitnehmer im Aufsichtsrat

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21.03.2016 Seit den letzten Aufsichtsratswahlen bei der SAP ist nun ein starkes Jahr vergangen. Was hat sich dort getan?

Zur Erinnerung: Im Februar 2015 wurde mit Dr. Sebastian Sick von der Hans-Böckler-Stiftung erstmals ein externer Gewerkschafter in den Aufsichtsrat der SAP SE gewählt. Auch aus dem Unternehmen sitzen mehrere Gewerkschaftsmitglieder auf der Arbeitnehmerbank. Für das Unternehmen ist so viel Gewerkschaftspower sicherlich erst einmal eine Zäsur gewesen.
Wichtigste Änderung ist sicherlich, dass es nach dem Abgang von Luisa Deplazes Delgado mit Stefan Ries ab dem 1. April erstmals wieder einen Vollzeit-Arbeitsdirektor geben wird. Dies ist wichtig, weil so Arbeitnehmerangelegenheiten wieder auf dem höchsten Level des Managements verankert sind. Ries hat sich an vielen Stellen für einen konstruktiven Dialog mit den Beschäftigten, den Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaften ausgesprochen. Praktizierte Sozialpartnerschaft wird sicherlich ein Kriterium sein, an dem wir ihn messen werden. Weitergehende Kriterien sind innovative Personalkonzepte insbesondere für die Standorte in Deutschland. Hier seien als Stichworte Gestaltung des Demographiewandels, Frauen in Führungspositionen, Entgeltgerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, Neuordnung des maroden Entgeltsystems, Optimierung des Führungskräftepotentials, Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die IG Metall in Heidelberg beglückwünscht Stefan Ries zu seinem neuen Amt und bietet ihm die Zusammenarbeit an.
Was sich trotz der verstärkten Arbeitnehmerbank nicht geändert hat, sind jährlichen Gespräche über die globalen Gehaltserhöhungsbudgets. Diesen Tagesordnungspunkt auf der Aufsichtsratsagenda kann man nicht als Verhandlung bezeichnen, denn Gehaltsverhandlungen finden per Gesetz zwischen Gewerkschaften und Unternehmen statt. Da SAP nicht tarifgebunden ist, der Betriebsrat nicht zuständig ist und einige Aufsichtsratsmitglieder das Vakuum wohl gerne füllen möchten, haben Vorstand und der Aufsichtsrat das Thema an sich gezogen. Da sie kein Mandat und keine Verhandlungsmächtigkeit haben, bleibt den Arbeitnehmervertretern dort nur, gute Argumente für eine möglichst hohe Erhöhung zu finden. Diesen Argumenten kann sich dann der Rest des Vorstandes anschließen oder es lassen. Verhandlung sieht anders aus und führt auch zu anderen Ergebnissen.

Letzte Änderung: 30.03.2016


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