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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



SAP Göttingen wird geschlossen

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14.11.2016 Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen, Beschäftigte informiert.

Plant ein Arbeitgeber eine Betriebsschließung, ist der Abschluss eines Interessenausgleichs und Sozialplans immer die zweitbeste Lösung. Die beste ist stets der Erhalt des Betriebes. Das gelingt allerdings nicht so häufig, wie wir uns das wünschen. So auch im Falle SAP in Göttingen nicht. Der Betriebsrat hat sicherlich Regelungen herausgehandelt, die finanziell durchaus gut sind.
Ein Teil der Göttinger wird die SAP verlassen. Denjenigen Beschäftigten, die bei SAP bleiben, stehen jetzt große Veränderungen bevor. Ebenso ihren Familien. Entweder sie ziehen komplett um oder sie werden Zweitwohnsitz-Lösungen entwickeln. Denn die SAP SE hat sich nicht in Richtung einer weitreichenden Homeoffice-Lösung verhandeln lassen. In dem Betrieb, in dem das Arbeiten in virtuellen Teams über Ländergrenzen hinweg durchaus üblich ist, müssen sich die Göttinger mit zwei zusammenhängenden Homeoffice-Tagen begnügen. Dies ist nicht familienfreundlich.
Und auf der Jagd nach Talenten ist neben flexiblen Arbeitszeiten der Arbeitsort ein wesentliches Kriterium, nach dem Arbeitnehmer ihre künftigen Jobs beurteilen. Dies wurde am Freitag auf einer Betriebsversammlung der SAP Deutschland noch einmal ausdrücklich vom Management bestätigt.

Eine Konzentration auf Walldorf ist daher nicht unbedingt förderlich. Denn Walldorf platzt aus allen Nähten. An der jetzt schon schwierigen Raumsituation in den SAP Gebäuden wird auch der geplante Neubau nicht viel bringen. Lange morgendliche Schlangen auf der A5-Ausfahrt Walldorf zeugen davon, dass auch die Infrastruktur ein immer größer Werden nicht verkraftet. SAP SE braucht dringend ein Standorte-Konzept sowie eine Vereinbarung für mobiles Arbeiten. Die SAP Deutschland scheint hier die Nase vorne zu haben.

Letzte Änderung: 15.11.2016


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