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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Helga und Klaus - so schaut's aus

Die neuen Alten?

03.07.2006 Konstituierende Sitzung des SAP-Betriebsrats

Am heutigen Montag, 3. Juli 2006, findest um 14:00 Uhr die konstituierende Sitzung des Betriebsrats der SAP AG statt. Da keine der 6 im Betriebsrat vertretenden, konkurrierenden Listen alleine über die Mehrheit der 37 Betriebsratsstimmen verfügt, muss es für die Wahl des/der Betriebsratsvorsitzenden und des/der stellvertretenden BR-Vorsitzenden eine Listenverbindung oder eine Absprache mehrerer Listen geben. Das ist ganz normal und durchaus im Interesse der Belegschaft. Das Suchen und Finden von Verbündeten über die Listengrenzen hinweg gehört zu den kreativen Momenten in der Betriebsratsarbeit.

Gerüchte
Gerüchte sind häufig die Rauchzeichen der Wahrheit und deshalb haben wir uns etwas umgehört. Allem Anschein nach scheint es bei Helga Classen als Sprachrohr der Interessenvertretung zu bleiben (Liste "Wir für Dich"), d.h. den Gerüchten nach soll sie die erste Betriebsratsvorsitzende der SAP AG sein. Stellvertretender BR-Vorsitzender soll demnach Klaus Gassmann werden (Liste MUT). Die beiden Listen haben zusammen 27 der 37 BR-Sitze, dass ist eine klare Mehrheit.

Also weiter wie bisher, bleibt alles beim alten?
Wir sind sicher: nein! Denn ein 37-köpfiger Betriebsrat kann wesentlich mehr bewegen, als dies eine Arbeitnehmervertretung mit nur 8 Personen jemals hätte können. Die Betriebsratsvorsitzende hat den Betriebsrat nur im Rahmen der Beschlüsse zu vertreten - mehr nicht (siehe Link). Und wenn die neuen Vorsitzenden den alten ANV-Charakter wiederbeleben möchten, wird es an den Betriebsratsmitgliedern liegen, ob sie sich mit ihren Rechten durchsetzen können.

Drastisch geändert hat sich auch die Möglichkeit zur verbesserten Information der Belegschaft. Ein Betriebsrat ist ein transparentes Gremium (siehe Linkliste). Die Betriebsratsmitglieder (alle 37) haben ein Anrecht auf rechtzeitige und umfassende Information über die relevanten Vorgänge im Betrieb. Ein guter Betriebsrat gibt diese Information auch in geeigneter Weise weiter an die Belegschaft, sonst wäre es nur ein Geheimrat.

Integration ist wichtig
Für eine gute Betriebsratsarbeit ist es auch erforderlich, alle im Betriebsrat vorhanden Listen und Betriebsratsmitglieder in die tägliche Betriebsratsarbeit einzubinden. Ob und wie das gelingt, wird sich schon bei der Wahl des geschäftsführenden Ausschusses (Betriebsausschuss) zeigen. Betriebsratsvorsitzende und stellv. BR-Vorsitzender sind automatisch Mitglied in dem 11-köpfigen Betriebsausschuss. Am heutigen Montag werden auch die weiteren 9 Mitglieder des BR/BA gewählt. Wir werden sehen, inwieweit schon damit weitere Listen integriert werden können.

Nach der heutigen Konstituierung am 3. Juli 2006 hat die SAP AG erstmals tatsächlich einen funktionierenden Betriebsrat.

Letzte Änderung: 01.12.2008


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