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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Innovation mit Normen und Standards

4. OMG Information Days - September 2006 - Zürich, München, Düsseldorf

26.09.2006 Normung bewirkt 1/3 des Wirtschaftswachstums

" 16 Mrd. EUR jährl. Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt durch Normung "
" Normung bewirkt 1/3 des Wirtschaftswachstums "
" Normung stärkt den Erfolg von Unternehmen mehr als Patente und Lizenzen "
Dies sind die Kernaussagen der Studie "Gesamtwirtschaftlicher Nutzen der Normung", April 2000 - siehe Link 1.

Die spürbare Zunahme der Hierarchisierung steigert die Angst vor der Zukunft. Dies gilt ganz besonders für die IT-Industrie. Eine Verlagerung von Arbeitsplätzen wird für umso wahrscheinlicher gehalten, je geringer das Wissen über und der Einfluss auf die wesentlichen Entscheidungen des Unternehmens ist. Sorgen über die Zukunft behindern aber innovative Ideen der MitarbeiterInnen.

"Für ein innovatives Unternehmen ist die Teilnahme an Normung eine strategische Aufgabe. Die Kernaufgabe der Normung ist in den letzten Jahren durch schnelle Innovation deutlich erweitert worden. Dazu zählt, dass Normung und Standardisierung als Maßnahmen der Verwertung von Forschungsergebnissen und des Technologietransfers zunehmend an Bedeutung gewinnen und damit Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen können" (Zitat Deutsches Institut für Normung e.V. - siehe Link 2).

SICHERHEIT UND FREIHEIT - WIDERSPRUCH ODER ERGÄNZUNG?
Standardisierung ist also notwendige Voraussetzung, wenn man für einen reibungslosen Austausch von Produkten und Dienstleistungen garantieren möchte. Dabei darf die Standardisierung nicht einengen, sondern lediglich Basis für die gewünschte Sicherheit und für die erforderliche Berechenbarkeit und Verlässlichkeit sein. Dies gilt aber nicht nur für technische Standards. Soziale Standards müssen Schritt halten, wenn die in der IT-Industrie Beschäftigten nicht zum Spielball der einseitig formulierten ethischen Normen der Kapitalanleger werden wollen.

OBJEKT ODER SUBJEKT - DAS IST DIE FRAGE
So gesehen treten wir Gewerkschafter dafür ein, dass auch im IT-Bereich mittels sozialer Standards mehr und mehr für eine gute Informationsbasis, für Sicherheit und Verlässlichkeit gesorgt wird. Und dies nicht von außen, betriebsfremd aufgedrängt, sondern innerbetrieblich ausdiskutiert und zwischen den Betriebsparteien "Betriebsrat" und "Geschäftsführung" ausgehandelt und vertraglich abgesichert. Wir wollen nicht, dass die MitarbeiterInnen eines Unternehmens wie "Objekte" optimiert werden, sondern sie sollen ihre Interessen als "Subjekte" mit in die Gestaltung ihrer eigenen Arbeitsbedingungen einbringen.

BETRIEBSRATSRECHTE ALS SOZIALER STANDARD
Die Gründung eines Betriebsrats in der SAP AG war in dieser Hinsicht ein wichtiger Meilenstein. Mit diesem "typisch deutschen Sozialstandard" wollen wir keine Normung aller Verhaltensweisen erreichen, sondern - ganz im Gegenteil - die Basis für die bestmögliche betriebsbezogene Gestaltung aller Arbeitsbeziehungen, so dass die Belegschaft ihre Interessen auch langfristig absichern kann. Mittels Betriebsrat können sog. regulatorische Rahmenanforderungen für die sich immer schneller wandelnden Arbeitsbeziehungen in der IT-Industrie betrieblich definiert und vertraglich abgesichert werden.

4. OMG INFORMATION DAYS
Mit diesem interessanten Thema "soziale Standards in HighTech-Unternehmen" hat sich jüngst auch die international tätige und sehr erfolgreiche OMG - The Object Management Group - befasst, siehe Programmübersicht in Link 3. Hier ging es in erster Linie zwar um die in der IT-Industrie anstehenden Standardisierungen von Business Process Management-Programmen (BPM), also der Methode zur ganzheitlichen Ablaufoptimierung von Prozessen im Betrieb bzw. im gesamten Unternehmen. Aber in diesem Rahmen stand auch erstmalig die äußerst wichtige Betrachtung der erforderlichen sozialen Standards zur Diskussion. Wir haben in diesem Zusammenhang die Entstehungsgeschichte des Betriebsverfassungsgesetzes, das grundsätzliche Wirkungsfeld eines Betriebsrats und die Vorgänge zur Schaffung eines Betriebsrats bei der SAP AG beleuchtet, siehe Mitteilungen in dieser Homepage und Link 4+5. Eine Kernaussage war: "Sorgen und Ängste, die sich nicht mit demokratischen Mitteln bekämpfen und eindämmen lassen, organisieren sich undemokratisch". Spezielles Thema war "Die Balance zwischen ökonomischen und sozialen Rahmenbedingung am Beispiel der SAP AG". Leider hat sich die SAP noch nicht an diesem Informationsaustausch beteiligt.

Letzte Änderung: 01.08.2008


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