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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



? Geheim System Gehalt ? Teil 3

Das SAP-Gehaltssystem, Einladung zur Gerichtsverhandlung 28.3.07

24.03.2007 SAP scheut die betriebsinterne Öffentlichkeit und geht in die Berufung

Es ist so gekommen, wie wir bereits angenommen haben: Der SAP-Konzern hat jetzt nach seinem erfolglosen "Einstweiligen Verfügungsantrag" Beschwerde beim Landesarbeitsgericht Mannheim eingelegt. Damit wendet er sich gegen die Absicht der BR-Liste ProBetriebsrat, das SAP-Gehaltsmanagementsystem, die Regularien zur Gehaltsrunde 2007 und die SAP-Regeln zum Bonusplan zukünftig betriebsintern transparent zu machen.

Kann Transparenz das Vertrauen schwächen?

SAP ist, laut "Great Place to Work® Deutschland", der "beste Arbeitgeber 2007", verglichen wurden dabei gerade mal 10 Großunternehmen (> 5.000 AN). Aber wenn SAP schon keine Kosten scheut und sich an diesem Wettbewerb beteiligt, dann sollte SAP auch Wert auf "Vertrauen durch Information" legen statt auf "Vertrauen anstelle von Information und Transparenz". Denn Vertrauen setzt die Möglichkeit zur Kontrolle voraus. Ein erzwungenes Vertrauen, z.B. Vertrauen durch Informationshinterziehung, ist ein Widerspruch in sich und damit das genaue Gegenteil von Vertrauenswürdigkeit.

Die Theorie . . .

Wie schafft man einen Great Place to Work®?
Hier die Wettbewerbsdefinition "Der beste Arbeitgeber" (Siehe Linkliste unten):
Ein "Great Place to Work" ... ist ein Arbeitsplatz, an dem man als Mitarbeiter denen vertraut, für die man arbeitet, stolz auf das ist, was man tut, und Freude hat an der Zusammenarbeit mit den anderen!

. . . und die Praxis

Das vom SAP-Konzern eingeleitete Gerichtsverfahren erhärtet den Verdacht: Wenn's allein nach dem Willen des Arbeitgebers ginge, soll die SAP-Belegschaft weiterhin darauf vertrauen, dass alles seine Richtigkeit hat, ohne zu wissen, welche Gehaltsbandbreiten und Orientierungswerte für die einzelnen SAP-Berufsfelder existieren. Bei der Durchsprache der Zielvereinbarung mit dem jeweiligen Vorgesetzten sollen die MitarbeiterInnen offensichtlich auch weiterhin darauf vertrauen, dass die Gerechtigkeit von oben kommt, anstatt ihre eigene Zukunft dank Transparenz und Überblick selbst mitgestalten zu können.

Information ist wichtig

Wir halten eine solch' ausgesprochen intransparente Haltung des Arbeitgebers für zu tiefst rückwärtsgewandt und hoffen, dass das LAG Mannheim der SAP-Geheimniskrämerei endgültig ein Ende bereitet. Wenn der SAP-Personalvorstand Prof. Dr. Claus Heinrich öffentlich Lobhymnen über sein "gerechtes und transparentes Vergütungssystem" singt, sollten die Wettbewerbshüter "Great Place to Work®" einmal einen Blick ins Unternehmen werfen und nicht nur in die für die Öffentlichkeit bestimmten Hochglanzbroschüren.

Qualifizierte Mitbestimmung - was man nicht bekommt, muss man sich holen

Mit Einführung der institutionalisierten Mitbestimmung bei SAP, hat der Betriebsrat im Interesse der Beschäftigten das Recht, bei Fragen der Lohngestaltung mitzubestimmen. Um diese Möglichkeit wahrnehmen zu können, ist in der Belegschaft und im Betriebsrat ein detailliertes Verständnis des momentanen Gehaltssystems der SAP mit seinen Schwächen und Stärken notwendig. Die Grundlage dafür ist eine verbesserte Information.

Die 3 Betriebsratsmitglieder der Liste ProBetriebsrat hatten schon im Januar 2007 eine kleine Informationsbroschüre über das SAP-Gehaltsmanagementsystem verfasst, weil sie es leid waren, nur Transparenz zu fordern. Diese Broschüre wollen sie bei erfolgreichem Verlauf des Gerichtsverfahrens endlich an die SAP-KollegInnen verteilen. Ziel der ProBR-Gehaltsbroschüre ist es, den interessierten KollegInnen der SAP - sei es in der Funktion als Mitarbeiter oder auch als Personalverantwortlicher - einen besseren Einblick in das momentane Gehaltssystem der SAP zu erlauben, um so einen Diskussionsprozess über die Gestaltungsmöglichkeiten anzustoßen.

Einladung zum Kennenlernen

Die Liste ProBetriebsrat weist ausdrücklich darauf hin, dass das Gerichtsverfahren über die SAP-Geheimniskrämerei öffentlich ist. Das Verfahren am 28. März 07 im Landesarbeitsgericht Mannheim beginnt um 10:00 Uhr - 68159 Mannheim E7, 21, Sitzungssaal 1 (Zi. 223 im 2.OG).

Lernen Sie ihren Arbeitgeber auch einmal von dieser Seite kennen und kommen Sie am Mittwoch zur Verhandlung.

Letzte Änderung: 20.03.2013


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