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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



3,0 % - SAP Gehalterhöhung 2008

Management top - was unten ankommt ist aber sehr mager

29.01.2008 Die Informationsrechte des Betriebsrats wirken - oder - das Märchen von den überdurchschnittlichen Gehältern bei SAP

Der Arbeitsdirektor der SAP AG Claus Heinrich hat am 28. Januar seine MitarbeiterInnen darüber informiert, dass die SAP AG in diesem Jahr ihren Beschäftigten im Mittel 3,0 % mehr an Gehalt auszahlt, im Durchschnitt wohlgemerkt! Die individuellen Gehaltserhöhungen werden von den Managern in diesen Tagen festgelegt und gelten rückwirkend ab dem 1.1.2008. Leider bedeutet diese mittlere Erhöhung von 3 % wieder für viele SAP Beschäftige, sich mit einem Realeinkommensverlust konfrontiert sehen zu müssen. Der Grund liegt darin, dass bei SAP die individuelle Gehaltserhöhung im vollen Umfang auf der Beurteilung durch den Vorgesetzten basiert. Das heißt, dass nicht allen Beschäftigten diese durchschnittl. Gehaltserhöhung gewährt wird. Der eine bekommt mehr, der andere eben weniger, einige sehen von den 3 % gar nichts. Auch in diesem Jahr gibt es wieder keinen Sockelprozentsatz oder -Betrag für alle, der den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung tragen würde, wie er von der Gruppe "Pro Mitbestimmung" gefordert wird. So wird es auch dieses Jahr wieder echte Nullrunden für einige SAP Beschäftigte geben. Echte Nullrunde heißt, dass der/die Betroffene bei gleicher Arbeitsleistung um den Wert der allg. Preissteigerung weniger netto verdient. Und das in einer Firma, die seit Jahren 2-stellige Gewinnsteigerungen erzielt. Im letzten Jahr traf diese Nullrunde immerhin 10% der Belegschaft.

Ein Betriebsrat bringt Informationsrechte

Mit der Einführung eines Betriebsrats hat der Vorstand der SAP AG letztes Jahr erstmalig - welch' ein Zufall - die Gehaltserhöhungsbudgetzahlen veröffentlicht. Immerhin hat ein Betriebsrat auch in dieser Frage ein volles Informationsrecht, welches es ohne Betriebsrat nie gegeben hätte. Leider hat es die Betriebsratsmehrheit der SAP AG auch in diesem Jahr versäumt, auf ihre gesetzlich verankerten Informationsrechte zu bestehen. Immerhin konnte sich der Arbeitgeber in diesem Jahr dazu durchringen, diese Information noch während der Gehaltsrunde betriebsintern zu veröffentlichen. Wir meinen, dass dies auch ein Ergebnis der Informationspolitik und Durchsetzungsfähigkeit der Liste "Pro Mitbestimmung" ist.

Aktienbasierte Vergütung

Leider hat der Arbeitsdirektor der SAP AG, Claus Heinrich, noch nicht bekannt gegeben, dass für die MitarbeiterInnen das Budget für die Aktienoptionsprogramme STAR und SOP in der Summe leicht und pro Kopf sogar deutlich gekürzt wurde. Das merkt man natürlich nicht, wenn man nur auf sein Gehalt schaut, weil die Gehälter der anderen "top-secret" sind. Informationen über STAR und SOP, siehe unten in der Linkliste.

Überdurchschnittliche Gehälter?

Oben Scheine, unten Münzen - Hauptsache alles geheim

Nach der schlechten Gehaltsrunde 2007 mit 2,5% ist eine Erhöhung von 3 % auch in diesem Jahr nicht wirklich üppig. Wir können uns nur schwer vorstellen, dass sich eine Gewerkschaft bei einem Unternehmen, das eine Umsatzrendite von über 25% aufweisen kann, mit einem vergleichbaren Ergebnis abspeisen ließe. Die Ungeduld der Mitglieder würde sicherlich zu harten Auseinandersetzungen und damit zu besseren Ergebnissen führen.

Noch schlechter sieht es bei der SAP-Deutschland aus: Aus dieser SAP-Tochter heraus hört man Gerüchte von einem Gehaltserhöhungsbudget um die 2,5%, auch dies natürlich nur im Durchschnitt.

Letzte Änderung: 20.09.2008


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