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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



SAP plant keinen weiteren Stellenabbau

Cost Saving Programm der SAP 2009

26.10.2009 Leo Apotheker dementiert öffentlich nach Anfrage im Betriebsrat

Cost Saving Maßmahmen bei SAP 2009

Der SAP Vorstand hat zum Jahresbeginn 2009 erstmalig weltweit den Abbau von über 3000 Arbeitsplätzen in der SAP AG, der LGD und bei Steeb beschlossen. Die daraufhin mit den Betriebsräten am 20.2.2009 vereinbarte "Cost Saving Maßnahme" kostete allein in Deutschland über 600 MA den Arbeitsplatz. Dieser Abbau wurde über sog. "freiwillige Abfindungsregelungen" realisiert, d.h. die Abfindungswilligen konnten sich freiwillig melden und der Arbeitgeber konnte freiwillig entscheiden, ob und wie er zustimmt. Auch der dringende Wunsch des Arbeitgebers, dass jeder Mitarbeiter erklären kann, dass der Betriebsrat seine Daten im Rahmen des Auswahlprozesses nicht einsehen darf und dass der Betriebsrat die Umsetzung der Maßnahme "neutral begleitet", hat im Betriebsrat eine Mehrheit gefunden. Letzteres hieß konkret, dass der Arbeitgeber die Teilnahme eines Mitglieds des Betriebsrats als Beobachter in den Sitzungen des jeweiligen Entscheidungsgremiums zugesagt hat.

Das Wichtigste in diesem Zusammenhang war die Zusage, dass diese Maßnahme 2009 "einmalig" sein sollte.

Gerüchte treten auf - Anfrage im BR

Anfang Oktober kursierten aber sowohl innerhalb der SAP als auch bereits in einigen Presse-Redaktionen Gerüchte, dass ein weiterer großer Stellenabbau geplant sei.

Die Gruppe ProMitbestimmung im Betriebsrat der SAP AG hat deshalb, um die für die SAP-ArbeitnehmerInnen unbefriedigende Situation zu klären, folgenden Antrag an den Betriebsratsvorsitz der SAP AG gestellt:

Lieber Stefan

Hiermit stellen wir eine Anfrage für die Betriebsrats-Sitzung.

Ist dem Betriebsratsvorsitz gem. § 92 und § 111 BetrVG oder dem Wirtschaftsausschuss gemäß § 106 BetrVG bekannt, ob in naher Zukunft ein weiterer großer Stellenabbau im SAP Konzern geplant ist? Wir bitten um eine schriftliche Antwort.

Eberhard Schick Wolfram Püchert Johannes Reich Ralf Kronig

Dementi über die Presse

Die SZ berichtet

Anstatt dass der BR-Vorsitz dem heute am Montag den 26.10 tagenden BR-Gremium die Antwort auf diesen Antrag gibt und erläutert, können wir in einem Bericht in der heutigen Süddeutschen Zeitung (26.10.2009 - S. 17 links unten) von Leo Apotheker folgende Antwort finden: "Der Softwarehersteller SAP plant keinen weiteren Stellenabbau ...", siehe Anhang zum Bericht. Damit steht fest, SAP plant ... und damit hat SAP seine Planungen dem Betriebsrat rechtzeitig und umfassend mitzuteilen, ansonsten hat SAP kein Recht, sich über Gerüchte zu beschweren.

Beratungsrecht des Betriebsrats?

Das BR-Gremium hat eine Beratungsrecht

Und bei Reuters Deutschland können wir unter der Überschrift: "Betriebsrat: SAP plant keinen weiteren Stellenabbau" (siehe unten) ebenfalls heute lesen, dass der BR-Vorsitzende bereits in der Samstagsausgabe der Zeitung "Rheinpfalz" einen Vorabbericht über die personelle Situation bei SAP gegeben hat (siehe Linkliste). Wir meinen, zuerst wären die BR-Mitglieder heute in der BR-Sitzung ausführlich zu informieren gewesen, damit diese den Sachverhalt intern beraten können, wie es das Gesetz im § 92 BetrVG auch vorschreibt (siehe Linkliste). Erst nach dieser internen Beratung können die BR-Mitglieder in den persönlichen Gesprächen mit den beunruhigten Mitarbeitern für eine gute, fundierte Informationsbasis sorgen. Anschließend wäre immer noch genug Zeit gewesen, ergänzende Statements über die Presse zu veröffentlichen.

Unabhängig von den etwas unüblichen Kommunikationsstrukturen im Betriebsrat: Wir freuen uns auf jeden Fall mit der Gruppe "ProMitbestimmung" darüber, dass sich die Gerüchte zum Stellenabbau als falsch erwiesen haben und dass jetzt wieder etwas mehr Klarheit herrscht.

Anhang:

SZ zum Gerücht über Stellenabbau bei SAP

SZ zum Gerücht über Stellenabbau bei SAP

Dateityp: JPEG image data, JFIF standard 1.02

Dateigröße: 113KB

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Letzte Änderung: 28.10.2009


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