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Green New Deal

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13.10.2011 "Vor uns liegt eine Jahrhundertaufgabe. Wir brauchen nicht weniger als eine ökologisch industrielle Revolution. Und die Weichen werden jetzt gestellt."

Huber fordert einen Green New Deal

22. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall

"Die Industrie bleibt, jenseits aller Debatten um eine Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, die Basis einer nachhaltigen Entwicklung", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Mittwoch vor den Delegierten des Gewerkschaftstages in Karlsruhe.

Huber forderte einen Green New Deal, um einen sozialen und ökologischen Kurswechsel voranzutreiben. Huber: "Vor uns liegt eine Jahrhundertaufgabe. Wir brauchen nicht weniger als eine ökologisch industrielle Revolution. Und die Weichen werden jetzt gestellt. Ich fordere ein Investitionsprojekt in Europa, das den Herausforderungen des Klima- und Umweltschutzes gerecht wird. Das ist längst überfällig."

Er mahnte, trotz Bankenkrisen und Angst vor einem Übergreifen auf die Realwirtschaft, den Blick auf die Zukunftsaufgaben nicht zu verlieren. "Die IG Metall ist die Innovationsgewerkschaft, die gesellschaftliche Projekte wie den Energiewandel vorantreibt", sagte Huber.

Das gehe nicht ohne Wachstum, betonte Huber. "Ein Wachstums- und Wohlstandsmodell jedoch, das auf einem scheinbar unbegrenzten Energie- und Materialverbrauch beruht, hat keine Zukunft. Es geht deshalb um qualitatives Wachstum." Eine aktive und nachhaltige Industriepolitik sei hierfür die Voraussetzung.

Huber sieht die Metall- und Elektroindustrie mit ihren Technologien in der Pole Position: "Die Industrie verfügt über die Technologien um viele Probleme zu lösen."

Entscheidend seien technischer Erfindergeist, hohe Qualifikation der Beschäftigten und die Mitbestimmung. "Gute Produkte gibt es nur, wenn es in grünen Märkten auch gute Arbeit gibt."

Huber forderte ein Projekt Neue Kultur der Arbeit. "Wir brauchen eine Epoche, in der gute Arbeit die Grundlage unseres Wachstums- und Wohlstandsmodells ist." Arbeit dürfe nicht krank machen und müsse die Würde des Menschen respektieren.

Huber forderte gute Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten, die Beruf und Familienleben möglich machen, Arbeitszeitmodelle, die die Beschäftigten schützen und Beschäftigungsaufbau unterstützen. Dazu gehörten auch faire Ausstiegsmöglichkeiten für ältere Beschäftigte.

Huber sagte, es brauche deshalb sichere und faire Arbeit statt Leiharbeit, Niedriglohn und Werkverträgen und eine aktive europäische Industriepolitik anstelle von Mutlosigkeit und Shareholder-Denken.

"Ein Green New Deal kann nur gelingen, wenn daraus gleichzeitig ein Good Deal für die Beschäftigten wird. Nachhaltigkeit gibt es nur im Doppelpack: ökologisch und sozial", so Huber.

Letzte Änderung: 13.10.2011


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