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IG Metall @ SAP

Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Nachhaltiges Gesundheitswesen für SAP

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27.12.2011 Unsere Arbeitswelt unterliegt kontinuierlichen Veränderungsprozessen. Dies ist kein neues Phänomen. Allerdings mehren sich die Zeichen, dass Veränderungen an Intensität, Dauer und Häufigkeit zunehmen.

Organisationale Veränderungen betreffen Arbeitsprozesse und -bedingungen, soziale Beziehungen, Technologien und Organisationsstrukturen. Aufgrund der hohen Veränderungsdynamik entstehen für uns alle allerdings "Stolpersteine", die einer beanspruchungsoptimalen Bewältigung entgegenstehen können.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement muss auch an Faktoren des Zusammenhangs der Arbeitsumgebung mit der Gesundheit ihre Arbeit ansetzen. Der Erfolg hängt vom Einfluss auf die Arbeitsumgebung beziehungsweise von der Gestaltung der Arbeitsumgebung ab. Folglich sollen auch die Arbeitsbedingungen sowie die sozialen Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen in die Bewertung eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements einbezogen werden. Leider wird dies kaum berücksichtigt.

Eine erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung und hohe Standards im Arbeitsschutz lassen sich nicht nur auf einmalige Aktionen zurückführen, sondern sind erst durch beständige Bemühungen und Aktivitäten zu erreichen.

Konkrete Anforderungen sind:

Das Gesundheitsmanagement und der Arbeitsschutz müssen in die unternehmerischen Prozesse integriert sein und systematisch gesteuert werden.

Alle Kolleginnen und Kollegen müssen Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen und aktiv am Thema Gesundheit und Arbeitsschutz mitwirken.

Die Verantwortung des Managements für das Thema Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen muss erhöht werden.

Es solle eine Abkehr von einer Kultur der Reparatur und Kompensation erfolgen, die sich in erster Linie auf Behandlung und weniger auf Vorbeugung konzentriert.

Das Wissen über die arbeitsbezogenen Ursachen psychischer und chronischer Erkrankungen muss stärker genutzt werden.

Gesundheitsklima

Ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement zeichnet sich dadurch aus, dass es in unternehmerischen Prozessen und Abläufen integriert ist, sich in den Werten, Einstellungen und im Verhalten von Management und Beschäftigten spiegelt und durch vielfältige gesund erhaltende und fördernde Maßnahmen umgesetzt ist.

Das SAP-Gesundheitswesen glänzt bei aufwändigen Award-Verleihungen und Firmenpräsentationen, doch ein nachhaltiges Gesundheitsklima benötigt mehr Sensibilität für Gesundheitsrisiken, z.B. ausgelöst durch permanente Restrukturierungen, ungewollten Versetzungen, störanfälliger Parallelarbeit, Tempoverschärfung bei Arbeitsprozessen, vernachlässigter Fürsorgepflicht vom Management und mangelnde Anzeizsysteme für gesundheitsbewusstes Verhalten - zur Erhaltung und Förderung von Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft.

Bedeutsame Handlungsfelder sind:

Die Erfassung von psychischen Belastungen.

Die Erhaltung der Gesundheit älterer (aller) Beschäftigter.

Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben.

SAP muss alters- und genderspezifischen Aspekten der Gesundheit am Arbeitsplatz mehr Beachtung schenken. Besonders die demografische Entwicklung und die Anpassung der Arbeitsbedingungen gerade bei nachgewiesenen Nachteilen von Frauen gegenüber Männern wurde bisher nicht berücksichtigt.

Qualitativ bewerten SAP-Beschäftigte - dies belegen die unterschiedlichsten Befragungen und Studien - die gesundheitsrelevante Faktoren als verbesserungswürdig, denn es gibt auch "Ein Leben nach der Arbeit ". SAP hat sich dadurch nicht für einen "Best-Practice-Ansatz" ausgezeichnet.

Letzte Änderung: 23.12.2011


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