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Flexible Betriebspartnerschaft

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17.03.2012 Gewerkschafts- und mitbestimmungskritische stellvertretende Betriebsratsvorsitzende und SAP-Aufsichtsratsmitglied schließt sich Initiative "Berliner Thesen zur Betriebspartnerschaft" an

Im Magazin Mitbestimmung findet sich der Bericht "Thesenpapier aus Berlin":

Mit einigem Argwohn beobachten die Gewerkschaften die Initiative "Berliner Thesen zur Betriebspartnerschaft". Anfang Februar hatten Betriebsräte und Manager aus 30 Unternehmen einen vom Zentrum für Betriebs- und Sozialpartnerschaft an der Humboldt Viadrina School of Governance initiierten Aufruf zu einer "neuen kooperativen Betriebspartnerschaft" unterzeichnet.

Die Autoren apellieren an die Betriebsparteien, sich gemeinsam zur Mitbestimmung im Betrieb zu bekennen, schreiben aber auch, globaler Wettbewerb und demografischer Wandel erforderten "flexiblere und schnellere Formen der Zusammenarbeit".

Die Idee vom Betriebsrat als Co-Manager lehnen die Autoren dezidiert ab und fordern stattdessen eine "besondere Rolle" der Betriebsräte als "Bindeglied und Vermittlungsinstanz zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung". Zu den Unterzeichnern zählen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter von Deutsche Bahn Dienstleistungen, der Lufthansa AG, der Zeitung "Die Zeit" und der Pharmafirma Novartis. Hinzu kommen Personen wie Horst-Udo Niedenhoff, ehemals Experte für Mitbestimmungsfragen beim arbeitgebernahen IW sowie die als gewerkschaftskritisch bekannte Christiane Kuntz-Mayr, Vize-Betriebsratsvorsitzende beim Softwarekonzern SAP.

Die Thesen seien "viel alter Wein in neuen Schläuchen", kritisiert Martin Lemcke, Bereichsleiter Mitbestimmung bei ver.di. Sie würden die überbetriebliche Betrachtung ausblenden. Es fällt auf, dass in den Thesen das Wort "Gewerkschaft" nicht vorkommt - das moniert Peter Donath, Leiter des Bereiches Betriebspolitik bei der IG Metall. Donath befürchtet daher, dass die Initiative ein erneuter Versuch sein könnte, Betriebsräte auf Kosten der Gewerkschaften zu stärken. Constantin Olbrisch, Initiator der Initiative, weist dies zurück. Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften hätten im Vorfeld eine Teilnahme mit dem Vorwurf abgelehnt, die Thesen seien in der "falschen Sprache" der Gegenseite formuliert. Nach dieser Lesart ist er schlicht zwischen die Fronten geraten. Olbrisch will nun einen neuen Versuch starten und lädt beide Seiten zu einem runden Tisch Ende März nach Berlin ein.

Anhang:

Magazin Mitbestimmung

Magazin Mitbestimmung

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Letzte Änderung: 16.03.2012


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