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Informationen für Beschäftigte der SAP SE und der SAP Deutschland SE & Co. KG



Recht auf Urlaub

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03.10.2013 Es kommt immer wieder vor, dass Kolleginnen ihren Urlaub bedingt durch Mutterschutzfristen im Rahmen einer Schwangerschaft nicht mehr vollständig nehmen können.

Das Gleiche gilt für Kollegen, die in Elternzeit gehen. Zudem haben Schwerbehinderte unter Umständen einen Anspruch auf zusätzlichen Urlaub. Was beim Urlaubsanspruch besonderer Arbeitnehmergruppen zu beachten ist:

Mutterschutz
Während des Mutterschutzes (6 Wochen vor und in der Regel 8 Wochen nach der Entbindung) besteht für Ihre betroffenen Kolleginnen ein Beschäftigungsverbot. Schafft es eine Kollegin nicht mehr, den Urlaub vollständig vor dem Mutterschutz zu nehmen, hat sie die Wahl: Sie kann ihn nach dem Beschäftigungsverbot im laufenden oder im folgenden Urlaubsjahr nachholen (§ 17 Satz 2 Mutterschutzgesetz). Der Mutterschutz mindert den Urlaubsanspruch Ihrer Kolleginnen also nicht.

Elternzeit
Das Gleiche gilt im Prinzip für die Elternzeit: Geht ein Kollege in Elternzeit und schafft er es nicht mehr, seinen Jahresurlaub vollständig zu nehmen, kann er nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) seinen noch offenen Resturlaub im Anschluss an die Elternzeit oder in dem darauffolgenden Jahr nehmen (§ 17 Abs. 2).

Schwerbehinderte
Ihre schwerbehinderten Kollegen erhalten nach Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) 5 Arbeitstage im Kalenderjahr zusätzlichen Urlaub (§ 125). Voraussetzung ist allerdings, dass sie einen Grad der Behinderung von mindestens 50 nachweisen können.

Wichtig: Das gilt auch, wenn der Urlaubsanspruch in Ihrem Unternehmen grundsätzlich höher ist als der gesetzliche. Zudem: Sehen tarifliche Urlaubsregelungen, die auf Ihren Arbeitgeber anwendbar sind, einen längeren Urlaub vor, gilt diese Regelung.

Die Schwerbehinderteneigenschaft eines Kollegen wird grundsätzlich rückwirkend auf den Zeitpunkt der Antragstellung festgestellt. Damit entsteht auch der Anspruch des Kollegen auf Zusatzurlaub rückwirkend ab dem Zeitpunkt der Antragstellung. Das heißt bezogen auf den Urlaub: Besteht die Schwerbehinderteneigenschaft nicht während des ganzen Jahres, besteht nach § 125 SGB IX auch nur ein anteiliger Anspruch auf Zusatzurlaub. Für jeden vollen Monat, in dem die Schwerbehinderteneigenschaft besteht, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf 1/12 des Zusatzurlaubs. Bruchteile von vollen Urlaubstag aufzurunden. Eine Abrundung findet nicht statt.

Der so ermittelte Zusatzurlaub muss dem Erholungsurlaub hinzugerechnet werden.

Letzte Änderung: 27.09.2013


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